Pharmageschäft trägt Roche - Ausblick zuversichtlich

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Roche kämpft mit dem starken Schweizer Franken
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Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im Geschäftsjahr 2025 dank eines starken Medikamentengeschäfts deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 61,5 Milliarden Franken (66,94 Mrd. Euro), wie das Basler Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Gegenwind kam erneut vom starken Schweizer Franken: Währungsbereinigt hätte das Plus sieben Prozent betragen. Der operative Kerngewinn kletterte um fünf Prozent auf 21,8 Mrd. Franken.

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"2025 war ein starkes Jahr für Roche", sagte Konzernchef Thomas Schinecker am Donnerstag. "Dank unserer starken finanziellen Basis und unserer konsequenten Ausrichtung auf Innovation sind wir für künftiges Wachstum gut aufgestellt." Im vierten Quartal beschleunigte sich das Wachstum mit einem Umsatzplus von acht Prozent.

Für 2026 stellt der Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und ein Wachstum des Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Bereich in Aussicht. Der Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende auf 9,80 Franken je Aktie vor – es wäre die 39. Anhebung in Folge.

Wichtigster Wachstumstreiber blieb die Pharmasparte, die währungsbereinigt um neun Prozent zulegte. Besonders stark entwickelten sich die Medikamente Phesgo, Xolair, Ocrevus, Hemlibra und Vabysmo, die zusammen einen Umsatz von 21,4 Mrd. Franken erzielten - dies entspricht einem währungsbereinigten Zuwachs von 3,2 Mrd. Franken gegenüber dem Vorjahr. Rückgänge bei älteren Präparaten mit abgelaufenem Patentschutz wie Avastin, Herceptin oder MabThera konnten dadurch mehr als ausgeglichen werden.

Schinecker verwies auf Fortschritte in der Pipeline. 2025 habe Roche zehn Wirkstoffkandidaten in die entscheidende Phase-III-Entwicklung überführt. Zudem habe es positive Spätphasen-Daten unter anderem zu den Hoffnungsträgern Giredestrant bei Brustkrebs und Fenebrutinib bei Multipler Sklerose gegeben.

Die Diagnostiksparte wuchs währungsbereinigt dagegen nur um zwei Prozent und wies in Franken gerechnet ein Minus von drei Prozent aus. Eine höhere Nachfrage nach Lösungen für die Pathologie und Molekulardiagnostik glich dabei die anhaltenden Belastungen durch Preisreformen im chinesischen Gesundheitswesen aus.

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