Paketriese UPS streicht weitere 30.000 Stellen

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UPS will Schritt für Schritt auf Amazon-Sendungen verzichten.
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Der US-Logistikriese UPS will Sendungen für den Onlinehändler Amazon weiter drastisch reduzieren und stattdessen mit höherpreisigen Paketen mehr Umsatz und höhere Margen erzielen. Auch dafür dünnt er sein Netzwerk in den USA weiter aus: Weitere 30.000 Stellen sollen wegfallen, wie Finanzchef Brian Dykes am Dienstag sagte. Der Abbau solle vor allem über natürliche Fluktuation erfolgen.

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Der Paketriese, der auch unter der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump leidet, hatte bereits 48.000 Jobs gestrichen und 93 Standorte geschlossen. In diesem Jahr soll ein Sparziel von drei Milliarden Dollar erreicht werden.

Zugleich will UPS 2026 den Umsatz um eine Milliarde Dollar auf 89,7 Milliarden Dollar in die Höhe schrauben. Es zahle sich aus, dass UPS Schritte zur Stärkung des Umsatzes eingeleitet habe, sagte UPS-Chefin Carol Tome mit Blick auf den Verzicht auf die margenschwachen Amazon-Sendungen. Im vierten Quartal 2025 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft habe der Konzern bereits die Erwartungen des Marktes übertreffen können. Er fuhr im Quartal einen Umsatz von 24,5 Milliarden Dollar ein, Analysten hatten mit rund 24 Milliarden Dollar gerechnet.

UPS will Schritt für Schritt auf Amazon-Sendungen verzichten. Der Online-Riese, in der Vergangenheit größter Kunde von UPS, übernimmt den Transport seiner Waren seit Jahren zunehmend selbst. Auch in der Bundesrepublik speist Amazon immer weniger Sendungen in das Netzwerk des UPS-Konkurrenten DHL ein. UPS hatte trotz eines Rückgangs der Volumina den Umsatz pro Paket steigern können. Zu den Kunden gehören weiter Einzelhändler wie der US-Gigant Walmart sowie Target oder Macy's.

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