Merck & Co enttäuscht mit Ausblick auf 2026

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Merck & Co steigerte Umsatz im vierten Quartal um fünf Prozent
 © APA/APA/AFP/HANDOUT
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Auslaufende Patente für wichtige Medikamente wie das Diabetesmittel Januvia belasten den US-Pharmakonzern Merck & Co. Das Unternehmen legte am Dienstag eine Umsatz- und Gewinnprognose für das Jahr 2026 vor, die unter den Erwartungen der Analysten liegt. Der schwache Ausblick überschattet die Zahlen für das vierte Quartal 2025, in dem Merck dank der anhaltend starken Nachfrage nach seinem Blockbuster-Krebsmedikament Keytruda die Prognosen übertraf.

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Für 2026 rechnet Konzernchef Rob Davis mit einem Umsatz zwischen 65,5 und 67,0 Mrd. Dollar (zwischen 55,3 und 56,6 Mrd. Euro). Selbst das obere Ende der Spanne bleibt damit unter den Analystenerwartungen von im Schnitt 67,6 Milliarden Dollar. Davis verwies auf mehrere etablierte Produkte, bei denen der Patentschutz weitgehend auslaufe. Neben Januvia und verwandten Diabetesmedikamenten dürften auch die Erlöse mit Bridion, einem Mittel zur Aufhebung von Muskelblockaden nach Operationen, hinter den Markterwartungen zurückbleiben. Zusätzlicher Druck auf Januvia könnte durch das neue Preissystem der staatlichen US-Krankenversicherung Medicare entstehen. Auch die Verkäufe des Covid-19-Mittels Lagevrio dürften weiter sinken.

Im vierten Quartal steigerte Merck den Umsatz um fünf Prozent auf 16,4 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 16,2 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn lag mit 2,04 Dollar je Aktie ebenfalls über den Erwartungen von 2,01 Dollar. Wachstumstreiber war erneut das Krebsmedikament Keytruda, dessen Umsatz um sieben Prozent auf 8,37 Mrd. Dollar zulegte. Damit konnte Merck einen Einbruch von 34 Prozent bei dem HPV-Impfstoff Gardasil abfedern, der unter einer schwachen Nachfrage in China litt.

Um sich für den späteren Wegfall des Patentschutzes für Keytruda zu wappnen, halten die Amerikaner weiter Ausschau nach Zukäufen. 2025 hatte Merck bereits Cidara Therapeutics und Verona Pharma für jeweils rund zehn Mrd. Dollar übernommen. "Wir bewegen uns weiterhin bevorzugt im Bereich von einer bis 15 Milliarden Dollar, sind aber auch zu größeren Schritten bereit, wenn sich eine überzeugende Gelegenheit ergibt", sagte Davis. Im Fokus stünden dabei Onkologie, kardiometabolische Erkrankungen und Immunologie.

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