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Die Verkaufsmengen seien bewusst gesteuert, hieß es in der Aussendung. Das Unternehmen habe im Rahmen seiner neuen Strategie weniger profitable Produktionslinien temporär heruntergefahren. Höhere Kosten seien weiterhin für Rohstoffe, Energie und Logistik angefallen, diese seien jedoch teils durch interne Sparmaßnahmen abgefedert worden.
Umbauprogramm geht weiter
Der Vorstand treibe das Umbauprogramm weiter voran. Ziel sei eine Verbesserung beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), die Generierung von Free Cashflow durch mehr Profitabilität und ein straffes Kostenmanagement. Die Umsatzentwicklung soll zudem durch die Gewinnung neuer Kunden für Schlüsselprodukte und die Erschließung neuer Märkte verbessert werden. Zudem legt Lenzing einen stärkeren Fokus auf margenstarke Segmente. Heuer im ersten Quartal sank das EBITDA von 156,1 Mio. Euro auf 116,3 Mio. Euro, die Marge ging von 22,6 Prozent auf 18,9 Prozent zurück. Der Free Cashflow legte von 14,8 auf 33,8 Mio. Euro zu.
Im laufenden Jahr will Lenzing die Transformation weiter vorantreiben "um zusätzliche Kostenpotenziale zu heben sowie die Umsatz- und Margengenerierung weiter zu verbessern", schreibt das Unternehmen. Die anhaltende Unsicherheit lasse aber keine konkrete Prognose zu. Risiken würden sich vor allem aus dem Nahostkonflikt ergeben. Dieser habe bereits zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen beigetragen und werde voraussichtlich zu höheren Inflationserwartungen sowie restriktiveren finanziellen Rahmenbedingungen führen.