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Getrieben wurde die positive Entwicklung vor allem durch das margenstarke Segment "Software + Solutions", das rund 591 Mio. Euro zum Umsatz beisteuerte. Vor Einmaleffekten betrug das bereinigte Nettoergebnis des Konzerns 108,7 Mio. Euro. Da sich die starke Profitabilität nicht im Aktienkurs widerspiegelt, beschloss das Management ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 50 Mio. Euro.
Belastet wurde das Gesamtergebnis hingegen vom defizitären Umwelttechnologiegeschäft. Im Solarsektor verzeichnete Kontron einen negativen EBIT-Beitrag von rund 8 Mio. Euro. Das Unternehmen reagiert darauf mit einer drastischen Restrukturierung, die konzernweit bis zu 500 Stellen kosten dürfte. Für den bis Ende 2026 geplanten Umbau sind im laufenden Jahr Aufwendungen von rund 25 Mio. Euro eingeplant.
Für 2026 erwartet Kontron-CEO Hannes Niederhauser weiteres Wachstum, das durch Bereiche wie Rüstung, Transport und Cybersecurity getrieben wird. Der Umsatz soll im heurigen Jahr organisch um etwa 8 Prozent auf 1,75 bis über 1,8 Mrd. Euro steigen. Das bereinigte EBITDA wird bei rund 225 Mio. Euro erwartet. "Wir haben die richtigen Weichen gestellt, um diese Chancen konsequent zu nutzen und unsere technologische Führungsposition weiter auszubauen", sagte Niederhauser.