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Energieintensiv hergestellte Baustoffe verteuerten sich ebenfalls deutlich, darunter Flachglas mit 15,4 Prozent. Es wird üblicherweise für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet.
"Hohe Baukosten haben neben anderen Faktoren dazu geführt, dass zuletzt weniger Wohnungen gebaut wurden", erklärten die Statistiker. "Nachdem bereits seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine die Preise für die meisten Baumaterialien gestiegen waren, haben sich aktuell viele Materialien verteuert, die auf Erdölbasis oder energieintensiv hergestellt werden." Die USA und Israel hatten Ende Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Dadurch stiegen die Preise für Erdöl und Erdgas deutlich. Das heizt die Inflation an, weshalb auch die Bauzinsen gestiegen sind. Das wiederum verteuert Bauen zusätzlich, dabei fehlen in Deutschland Hunderttausende Wohnungen.
Auch bei Holz gab es zuletzt deutliche Preissteigerungen: Dachlatten (+11,8 Prozent), Bauschnittholz (+11,4 Prozent) und Konstruktionsvollholz (+7,5 Prozent) kosteten spürbar mehr als im Mai 2025. Die Preise für Metalle, deren Herstellung ebenfalls energieintensiv ist, stiegen um 11,1 Prozent. So verteuerten sich kaltgewalzte Bleche (+9,9 Prozent), Betonstahl in Stäben (+5,0 Prozent), Rohre oder Hohlprofile aus Eisen oder Stahl (+1,6 Prozent) und Betonstahlmatten (+1,0 Prozent). Die Preise für Stabstahl (-0,3 Prozent) sanken dagegen leicht, auch Weißblech verbilligte sich (- 1,1 Prozent).
Mittelfristig gesehen lag das Preisniveau für nahezu alle Baumaterialien mit Ausnahme von Holz im Jahr 2025 über dem Niveau vor der Energiekrise 2022: Deutliche Teuerungen gemessen am Jahr 2021 gab es bei den mineralischen Baustoffen wie Kalk und gebranntem Gips (+77,3 Prozent), Zement (+57,7 Prozent), Bausand (+42,6 Prozent) und Frischbeton (+35,3 Prozent).