Iran-Krieg treibt Inflation im März auf 3,1 Prozent

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Tanken wurde massiv teurer
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Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreise lassen den Verbraucherpreisindex (VPI) deutlich steigen. Die Inflationsrate kletterte laut Schnellschätzung im März auf 3,1 Prozent, im Februar lag die Teuerung noch bei 2,2 Prozent. "Der Anstieg von 0,9 Prozentpunkten geht fast vollständig auf die Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück", erklärte die Statistik Austria am Dienstag. Im März verteuerte sich Energie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1 Prozent.

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Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol kosteten laut Schnellschätzung der Statistik Austria um 2,4 Prozent mehr. "Der wichtigste Inflationstreiber blieben jedoch Dienstleistungen, die im März um 4,5 Prozent teurer wurden, nach einem Preisplus von 4,0 Prozent im Februar", so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk in einer Aussendung. Details zur Inflationsentwicklung im März gibt die Statistikbehörde Mitte April bekannt.

Wifo-Inflationsexperte Josef Baumgartner erwartet für das laufende Jahr keine Teuerungswelle wie 2022/2023, weil die Gaspreise bisher nicht so stark gestiegen sind. Für heuer rechnet er mit einer Inflationsrate in Österreich "von etwas unter drei Prozent". Die Annahme für die Inflationsprognose sei, dass der Iran-Krieg aber zu Ende gehe und die Ölpreise sich ab Juni "wieder normalisieren" würden, sagte Baumgartner zur APA. Bei Gas rechnet der Experte längerfristig mit höheren Preisen, weil das Angebot durch Schäden an LNG-Anlage in Katar und an Gasanlagen in Saudi-Arabien etwas eingeschränkt bleibe.

Einen stärkeren Anstieg der Lebensmittelpreise erwartet der Wifo-Ökonom vor allem ab dem Sommer mit der neuen Ernte, etwa bei Frischgemüse, Getreide und Obst. Der Iran-Krieg hat die Diesel- und Düngemittelpreise stark steigen lassen und verteuert damit die Produktionskosten der Landwirtschaft spürbar.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hatte zuletzt prognostiziert, dass die Inflationsrate im Jahresschnitt 2,7 Prozent betragen wird. Für die beiden Folgejahre wird wieder ein Rückgang der Inflationsrate auf 2,3 (2027) und 2,1 (2028) Prozent erwartet. Wegen der hohen Unsicherheit rund um den Iran-Krieg gebe es allerdings erhebliche Aufwärtsrisiken für die Erwartungen.

Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.

Der Brent-Rohölpreis schnellte zu Beginn des Iran-Kriegs von 72 US-Dollar auf bis zu 120 US-Dollar (104 Euro) pro Barrel und notiert zuletzt bei 107 Dollar. Die Preise an den österreichischen Tankstellen sind nach dem Ausbruch des Nahost-Kriegs sprunghaft angestiegen. Der Dieselpreis ist seit Ende Februar im Schnitt um knapp 70 Cent auf 2,25 Euro je Liter nach oben geklettert, der Preis für Benzin erhöhte sich um 40 Cent auf 1,91 Euro.

Illustration zu den Themen Tankstelle / Tanken / Zapfhan / Zapfsäule / Sprit / Spritpreis / Benzin / Diesel / Energie / Teuerung. Im Bild: Ein Zapfhahn aufgenommen an einer Tankstelle am Sonntag, 22. März 2026 in Wien.

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