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"Wir fordern den Verwaltungsrat auf, angesichts der düsteren Realität, in der sich die UBS nun befindet, zu handeln und sich von einem Land und einer Regulierungsstruktur zu trennen, die ihr keine echte Wahl lassen", hieß es in dem Schreiben. Die beiden Teams von Artisan Partners sind laut eigenen Angaben seit 2015 an der UBS beteiligt und verwalten für ihre Kunden zusammen mehr als 60 Millionen Aktien. LSEG-Daten zufolge ist der US-Finanzinvestor der elftgrößte Aktionär der Bank.
Die kleine Kammer (Ständerat) des Schweizer Parlaments hatte sich vergangene Woche für einen Vorschlag ausgesprochen, nach dem die UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen muss. Sollte die große Kammer des Parlaments (Nationalrat) dem Entscheid des Ständerats folgen, müsste das Institut 16 Milliarden Dollar mehr Kapital halten als bisher. Die UBS lehnt den dickeren Kapitalpuffer entschieden ab.
Artisan machte geltend, dass diese zusätzlichen 16 Milliarden Dollar an Kapitaleinlagen keine Rendite abwerfen würden. In einem anderen Land mit weniger strengen Regeln könnte diese Summe bei einer angenommenen Rendite von 15 Prozent einen zusätzlichen Reingewinn von 2,4 Milliarden Dollar generieren. Abgesehen von vorübergehenden Reibungsverlusten und den Kosten für eine Sitzverlegung gebe es keinen zwingenden Grund für die UBS, ein Schweizer Unternehmen zu bleiben.
UBS erklärte in einer Stellungnahme zu dem Brief: "Wie wir stets gesagt haben, ist es unser Ziel, weiterhin erfolgreich als globale Bank aus der Schweiz heraus tätig zu sein." Das Institut setze sich für eine Regulierung ein, die zielgerichtet, verhältnismäßig und international abgestimmt sei.
LUGANO - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI