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Dazu zählten eine weitere Eskalation geopolitischer Konflikte, gestörte Energieversorgungsketten, eine Verschlechterung der Stimmung an den Finanzmärkten sowie ein Wiederaufleben von Handelsspannungen. Als weitere potenzielle Gefahr nennen sie das erneute Auftreten von Extremwetterereignissen. "Einige dieser Risiken sind miteinander verknüpft und könnten rasch eintreten", so die Autoren. Weitere Fortschritte bei der Verringerung der Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen könnten jedoch die Anfälligkeit der Wirtschaft gegenüber geopolitischen Störungen und der Schwankungsanfälligkeit der Energiepreise weiter begrenzen.
"Europa muss beim grünen Wandel weitere Fortschritte erzielen", heißt es in dem EZB-Blog. Dies trage nicht nur zur notwendigen weltweiten Senkung der Treibhausgasemissionen bei und helfe, eine weitere Verschärfung des Klimawandels zu begrenzen. Es stärke auch die Widerstandsfähigkeit der europäischen Wirtschaft – unter anderem durch die Verringerung der Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen. Eine weitergehende Integration der EU-Strommärkte, etwa durch den Ausbau grenzüberschreitender Verbindungen und Investitionen in die Stromnetze, würde ebenfalls dazu beitragen. "Günstiger Strom aus erneuerbaren Energien könnte dorthin fließen, wo er benötigt wird, wodurch der Einfluss der Gaspreise auf die Großhandelsstrompreise abnehmen würde", so die Autoren.
Jüngste Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) könnten überdies bedeutende Chancen für Wachstum und Produktivität eröffnen. Angesichts des steigenden Finanzierungsbedarfs – etwa im Zuge der Energie- und Digitalwende – müssten zudem auch Ersparnisse effizienter in produktive Investitionsmöglichkeiten gelenkt werden. Ein zügigerer Fortschritt auf dem Weg zu einer vertieften Kapitalmarktunion könnte daher sowohl das langfristige Wachstum als auch die Widerstandsfähigkeit stärken.