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Das Verfahren ist Teil eines bereits Mitte Oktober vereinbarten Sanierungsplans mit den wichtigsten Gläubigern. Demnach wollen die Eigentümerfamilie Getty und die Investmentgesellschaft Koch Equity Development (KED) bis zu 533 Millionen Dollar (475,26 Mio. Euro) frisches Kapital einschießen. Gläubiger haben zudem zugestimmt, auf Schulden von 270 Mio. Dollar zu verzichten. Auch die Zinslast soll sinken und Rückzahlungen sollen aufgeschoben werden.
Die Sanierung soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Danach werden die Familie Getty und KED das Unternehmen vollständig besitzen. Für die Fortführung des Geschäfts stehen während des Verfahrens zusätzliche Mittel von bis zu 143 Mio. Dollar bereit.
Hinter der Bildagentur steht die amerikanische Milliardärsfamilie Getty, deren Vermögen auf das Ölgeschäft zurückgeht. Mark Getty, ein Enkel des einstigen Ölmagnaten Jean Paul Getty, hatte die Bildagentur 1995 mitgegründet und ist bis heute Verwaltungsratspräsident.
Getty Images steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Im vergangenen Jahr schrieb die Bildagentur bei einem Umsatz von 981 Mio. Dollar einen Verlust von 206 Mio. Dollar. Im ersten Halbjahr 2026 fielen weitere 90 Mio. Dollar Verlust an.
Die Sanierung folgt auf das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock. Getty hatte das Vorhaben im Juni wegen Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörden aufgegeben.