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Mit dem Wiederaufflammen des Iran-Krieges sind auch die Energiepreise im vergangenen Monat wieder kräftig gestiegen: Sie legten um 10,3 Prozent im Vergleich zum Juli 2025 zu. Auch Dienstleistungen verteuerten sich mit 3,3 Prozent spürbar. Lebensmittel, Alkohol und Tabak kosteten hingegen nur 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt eine Zinspause eingelegt, nachdem sie sich im Juni mit der ersten Erhöhung seit drei Jahren gegen die steigende Inflation gestemmt hatte. Sie verfehlt ihr Ziel einer Teuerungsrate von 2,0 Prozent derzeit klar und will unbedingt vermeiden, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig durcheinanderbringt: Denn die vom Iran-Krieg angeheizten hohen Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen bergen das Risiko, dass sich Löhne und Preise gegenseitig hochschaukeln und sich so die Inflation verfestigt.
Das Lohnwachstum ist nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Olli Rehn bisher moderat geblieben. Es gebe keine klaren Anzeichen für Zweitrundeneffekte, sagte der finnische Notenbankchef. "Entscheidend wird sein, die Inflationserwartungen verankert zu halten, damit dies auch so bleibt", sagte Rehn laut Redetext. Die nächste geldpolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist für den 10. September angesetzt.
In Österreich lag die Teuerungsrate im Juli wie in Deutschland mit 2,8 Prozent knapp unter dem Durchschnitt aller Euro-Länder. Ein Grund für das Anziehen der Inflation in Deutschland war, dass der staatliche Tankrabatt am 30. Juni ausgelaufen war. Dieser hatte die Preise an den Zapfsäulen zwei Monate lang gedrückt. In Österreich hingegen drückte die Mehrwertsteuersenkung auf einige Grundnahrungsmittel die Inflation.
FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Frank Rumpenhorst