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Wachstumstreiber war der Dienstleistungssektor. Insbesondere die Computer-Programmierung habe dank des KI-Booms den größten Beitrag geleistet, sagte ONS-Statistikdirektorin Liz McKeown. Zusätzliche Impulse kamen für manche Branchen wie das Gastgewerbe demnach von der Fußball-Weltmeisterschaft und dem ungewöhnlich heißen Sommer-Wetter. Im ersten Halbjahr war die britische Wirtschaft mit einem Plus von einem Prozent bereits so stark gewachsen wie kein anderes der sieben führenden westlichen Industrieländer (G7). Die Meinungen von Experten über die weitere Entwicklung gehen jedoch auseinander. Während einige wie der Deutsche-Bank-Ökonom Sanjay Raja von einer "schwer zu ignorierenden Wachstumsgeschichte" sprechen, erwarten andere ein baldiges Ende des Aufschwungs.
Die robusten Daten kommen zu einer Zeit, in der der Krieg zwischen den USA und dem Iran die Konjunkturaussichten eintrübt. Der Konflikt trieb die Ölpreise zuletzt auf über 100 Dollar (86,09 Euro) je Barrel. Die Bank of England (BoE) rechnet deshalb damit, dass die Inflation im weiteren Jahresverlauf auf rund 3,2 Prozent steigen könnte. Der britische Notenbank-Gouverneur Andrew Bailey hatte diese Woche erklärt, die Wirtschaftsdaten seien "etwas stärker" als erwartet ausgefallen. An den Finanzmärkten wird zunehmend eine Zinserhöhung im November für wahrscheinlich gehalten, auch wenn für die Notenbank-Sitzung kommende Woche zunächst keine Änderung erwartet wird.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Paul Zinken