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"Das zeigt, wie fragil die Erholung im Wohnungsbau weiterhin ist", fügte der Experte hinzu. Insgesamt hat sich die Stimmung im Wohnungsbau zu Beginn der zweiten Jahreshälfte den Angaben zufolge etwas aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima verbesserte sich im Juli gegenüber dem Vormonat von minus 30,6 Zählern auf minus 29,3 Punkte.
Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage besser. Die Erwartungen trübten sich dagegen geringfügig ein und bleiben pessimistisch. "Die gestiegenen Baugenehmigungen kommen offenbar langsam in der Branche an", sagte Wohlrabe. "Bis daraus eine breite Erholung entsteht, ist es aber noch ein weiter Weg."
Bei der Auftragslage zeichnet sich - auf niedrigem Niveau - eine leichte Entspannung ab. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, sank von 43,7 auf 41,2 Prozent. Bei der Materialversorgung hat sich die Situation etwas entspannt: Der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei wichtigen Vorprodukten sank von 9,7 auf 8,5 Prozent.
Von Jänner bis Mai stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 15,4 Prozent auf 104.700 Wohnungen. Experten schätzen, dass in Deutschland rund 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Besonders angespannt ist die Lage in Großstädten. Die deutsche Regierung will mit dem sogenannten Bauturbo gegensteuern. Damit wird es Kommunen erlaubt, schneller nachzuverdichten, aufzustocken, zu erweitern und umzunutzen. Zudem sollen Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau fließen. Auch sollen Baustandards gesenkt werden.
Dennoch dürften dem Ifo-Institut zufolge in diesem Jahr nur 185.000 Wohnungen fertiggestellt werden - ein 15-Jahres-Tief. "Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt", sagte Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister kürzlich. "Der Iran-Krieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren."
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER