Goolsbee (Fed): Zeit für Zinssenkungen erst im Jahresverlauf

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"Meiner Einschätzung nach haben wir diese Anzeichen noch nicht"
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US-Notenbanker Austan Goolsbee will trotz Spielraums für Zinssenkungen im laufenden Jahr nichts überstürzen. "Ich bin optimistisch, dass es bis Ende 2026 angebracht wäre, den Leitzins um einige weitere Stufen zu senken", sagte der Chef des Notenbankbezirks Chicago vor Journalisten. Doch würde es ihm Sorge bereiten, Zinsen zu früh zu senken, solange es noch keine Anzeichen für eine Rückkehr der Inflation zu der von der Fed angestrebten Zielmarke von zwei Prozent gebe.

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"Meiner Einschätzung nach haben wir diese Anzeichen noch nicht", stellte er klar. Tatsächlich liegt die Inflation derzeit etwa einen Prozentpunkt über dem Zielwert der Federal Reserve. Goolsbee betonte insbesondere, die Fed solle nicht darauf setzen, dass Produktivitätswachstum zu einem geringeren Preisdruck führe – ein Argument, das beispielsweise der designierte Fed-Chef Kevin Warsh und Fed-Direktoriumsmitglied Stephen Miran vorbringen. Beide haben erklärt, sie hielten einen sich abzeichnenden Produktivitätsanstieg für ausreichend, um eine lockerere Geldpolitik zu rechtfertigen. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zuletzt nach drei Senkungsschritten in Folge in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten. Experten rechnen erst im Sommer mit einem weiteren Lockerungsschritt.

WASHINGTON - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES/CHIP SOMODEVILLA

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