
von
Neben den Arbeitslosendaten deuten noch weitere Details auf eine Abkühlung hin. So verlangsamte sich das jährliche Lohnwachstum im Privatsektor ohne Bonuszahlungen in den drei Monaten bis Oktober auf 3,9 Prozent. Dies ist der schwächste Wert seit Ende 2020. Im öffentlichen Dienst beschleunigte sich das Lohnwachstum hingegen auf 7,6 Prozent, was das ONS mit in diesem Jahr früher in Kraft getretenen Tarifabschlüssen erklärte. Zudem fiel die Zahl der Beschäftigten im November um 38.000 im Vergleich zum Vormonat.
Die Finanzmärkte rechnen weitgehend mit einer Zinssenkung in dieser Woche und Investoren warten vor allem auf Signale der britischen Zentralbank BoE zum geldpolitischen Ausblick für 2026. Am Mittwoch werden zudem neue Inflationsdaten erwartet. Ökonomen rechnen mit einem leichten Rückgang der Teuerungsrate auf 3,5 Prozent im November, nach 3,6 Prozent im Oktober. Damit läge sie aber immer noch fast doppelt so hoch wie das Zwei-Prozent-Ziel der Bank of England. Das Pfund legte nach der Veröffentlichung der Jobmarktdaten kurzzeitig zu, gab seine Gewinne aber wieder ab.