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Die Ausgaben für den Ausbau der KI-Infrastruktur belasten die Bilanz von Alphabet schwer. Im vergangenen Quartal verbuchte das Unternehmen einen negativen Free Cashflow von rund 9 Milliarden Dollar (8,05 Milliarden Euro). Dieser Barmittelabfluss lag um das 250-Fache über den Analystenprognosen. Operativ machte Alphabet ebenfalls einen Milliardenverlust. Finanzchefin Anat Ashkenazi zufolge will der Konzern 2026 bis zu 205 Milliarden Dollar in Rechenzentren investieren. Im kommenden Jahr dürften die Ausgaben noch einmal deutlich steigen.
Andere Technologiekonzerne wie die Facebook-Mutter Meta oder Oracle stehen vor ähnlichen Problemen. Sie müssen sich zudem zusätzliches Kapital zur Finanzierung ihrer Pläne für künstliche Intelligenz (KI) beschaffen. Diese Entwicklung macht Anleger nervös. Sie bezweifeln, dass sich die Investitionen jemals rechnen werden. Für Microsoft zahlt sich der Bau von Rechenzentren bisher zwar aus, dennoch will der Softwarekonzern 60.000 Beschäftigten, rund ein Viertel der weltweiten Belegschaft, ebenfalls Abfindungsangebote unterbreiten.
Alphabet hatte im vergangenen Jahr ein entsprechendes Programm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgewählter Abteilungen in den USA und Großbritannien aufgelegt. Dennoch wuchs die Gesamtbelegschaft, da der Konzern in zukunftsträchtigen Geschäftsbereichen verstärkt neues Personal einstellte. Daher galten die Abfindungsangebote auch nicht für die Mitarbeiter der wichtigen Cloud-Sparte und der KI-Tochter DeepMind. Dies scheint auch beim aktuellen Programm der Fall zu sein.