Boehringer schließt in China Milliarden-Deal

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 © DPA, Helmut Fricke, Apa
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Deutschlands größter Pharmakonzern Boehringer Ingelheim baut sein Geschäft mit Krebstherapien durch eine milliardenschwere Partnerschaft in China aus. Das Familienunternehmen schloss eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung mit Sino Biopharmaceutical (SBP Group), wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. SBP erhält demnach eine Vorabzahlung sowie zeitnahe Zahlungen in Höhe von 358 Millionen Dollar (rund 320,24 Millionen Euro).

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Bei Erreichen bestimmter Entwicklungs- und Vertriebsziele könnten weitere Zahlungen von bis zu 7 Milliarden Dollar sowie Umsatzbeteiligungen hinzukommen.

Ziel der Kooperation ist die Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente, sogenannter Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) und T-Zell-Engager (TcE). Die Zusammenarbeit umfasst sechs präklinische Programme, die von zwei SBP-Tochtergesellschaften stammen. SBP wird zunächst die ersten Entwicklungsphasen der biologischen Wirkstoffe übernehmen. Sobald vereinbarte klinische Meilensteine erreicht sind, kann Boehringer Ingelheim Optionen für die exklusiven Entwicklungs-, Herstellungs- und Vermarktungsrechte ausüben. Für vier der Programme gelten diese Rechte außerhalb von Festlandchina, Hongkong und Macau, für die restlichen zwei Programme weltweit.

Mit dem Abkommen setze Boehringer Ingelheim seine China-Strategie um, indem Innovationen aus der Volksrepublik mit den weltweiten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten des Konzerns verknüpft würden, erklärte Paola Casarosa, Leiterin der Innovationseinheit bei Boehringer. Für SBP ist es bereits die zweite Partnerschaft mit dem deutschen Konzern. SBP-Chefin Theresa Tse sprach von einem bedeutenden Schritt für die internationale Ausrichtung ihres Unternehmens. Man wolle das weltweite Partnernetzwerk weiter ausbauen und medizinische Entwicklungen aus China weltweit verfügbar machen.

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