Geschäftsklima in deutscher Chemie-Industrie aufgehellt

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++ ARCHIVBILD ++ Kapazitätsauslastung in der Chemischen Industrie unter Durchschnitt
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Die Stimmung in der energieintensiven deutschen Chemieindustrie hat sich zu Jahresbeginn geringfügig verbessert. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im Jänner auf minus 23,5 Punkte, nach minus 24,6 Zählern im Dezember, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter Führungskräften mitteilte.

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Dabei trübte sich die aktuelle Lage deutlich ein, die Erwartungen hellten sich dagegen auf: "Die Chemie blickt etwas weniger pessimistisch in die Zukunft, doch die laufenden Geschäfte bleiben schwach", sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Herrschte zum Jahresende 2025 noch Krisenstimmung, so stabilisiert sich die Nachfrage laut den Münchner Forschern im Jänner leicht. Erstmals seit Monaten stieg der Auftragsbestand. Die Auftragsbücher sind laut Ifo für 1,8 Monate gefüllt, im Oktober waren es noch 1,4 Monate. Trotz dieser positiven Signale bewerten die Unternehmen den gesamten Auftragsbestand mit minus 47,1 Punkten weiterhin als sehr niedrig.

Die Kapazitätsauslastung in der Chemischen Industrie liegt mit 72,7 Prozent deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 80,9 Prozent. Die Unternehmen planen, die Produktion in den nächsten Monaten zurückzufahren und Personal weiter zu reduzieren. "Der anhaltende Preisdruck und die Unsicherheiten im Außenhandel durch drohende Zölle belasten die Chemische Industrie", sagte Ifo-Expertin Wolf.

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