Gas-Connect-Aktionär SNAM mit Gewinneinbruch

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Investitionen nahezu verdreifacht
 © HARALD SCHNEIDER, Themenbild, Apa
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Der italienische Gasnetzbetreiber SNAM, der mit der deutschen Allianz Capital Partners einen 49-Prozent-Anteil an der Pipelinegesellschaft Gas Connect Austria (GCA) hält, hat im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet, zugleich aber seine Investitionen nahezu verdreifacht. Der Nettogewinn sank im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 292 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

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Der bereinigte Nettogewinn stieg hingegen um 1,6 Prozent auf 375 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 3 Prozent auf 999 Millionen Euro zu, das operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 1,8 Prozent auf 775 Millionen Euro. Die Investitionen erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres 991 Millionen Euro und lagen damit fast dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Agostino Scornajenchi sprach trotz eines "hochvolatilen globalen Umfelds" von einem "sehr guten Start ins Jahr 2026".

Das Unternehmen bestätigte seine Ziele für das Gesamtjahr 2026. Demnach rechnet SNAM weiterhin mit Investitionen von rund 2,8 Milliarden Euro, einem operativen Ergebnis von etwa 3,1 Milliarden Euro sowie einem Nettogewinn von rund 1,45 Milliarden Euro. Die Ratingagentur S&P Global Ratings bestätigte die Bonitätsnote "A-" für das Unternehmen und verbesserte den Ausblick von "negativ" auf "stabil".

SNAM hatte 2016 zusammen mit Allianz Capital Partners das 49-prozentige GCA-Paket um 601 Mio. Euro erworben. Die Gas Connect Austria betreibt ein über 900 km langes Erdgas-Hochdruckleitungsnetz in Österreich. SNAM ist in Österreich mit 84,47 Prozent Mehrheitseigentümer der Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG), 15,53 Prozent gehören der GCA. Die TAG ist eine der wichtigsten Transportleitungen für die Erdgasversorgung Österreichs, Italiens, Sloweniens und Kroatiens.

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