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Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen zum Vormonat einen Rückgang von 0,2 Prozent vorausgesagt. Positive Impulse im März kamen sowohl aus der Dienstleistungsbranche als auch vom Bau und der Industrie.
Der Konjunkturausblick hat sich zuletzt allerdings wegen des Nahost-Krieges eingetrübt: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Großbritannien so stark gesenkt wie für kein anderes großes Industrieland. Die Wirtschaft auf der Insel wird demnach 2026 voraussichtlich nur noch um 0,8 Prozent wachsen. Zuvor war der IWF von 1,3 Prozent ausgegangen. Er begründete die pessimistischeren Aussichten damit, dass der Iran-Krieg den Preis für Erdgas, von dem das Land stark abhängig sei, zunächst verdoppelt habe.
Die britische Finanzministerin Rachel Reeves sagte, es sei jetzt nicht die Zeit, die wirtschaftliche Stabilität aufs Spiel zu setzen. Die Daten zeigten, dass die Regierung das richtige Händchen für die Wirtschaft habe. Premierminister Keir Starmer steht massiv unter Druck. Er könnte Medienberichten zufolge aus seiner eigenen Labour-Partei zum Rücktritt gedrängt werden.
Scott Gardner, Investment-Stratege der Großbank J.P. Morgan, sagte mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf, das Momentum sei vermutlich nicht nachhaltig. "Es besteht die Gefahr, dass der nach Ausbruch des Iran-Konflikts verzeichnete Energiepreisanstieg anhält und zu einem Wiederanstieg der Inflation führt." Unternehmensumfragen hatten zuletzt auf einen stärker werdenden Kostendruck schließen lassen. Das dürfte die Geschäftstätigkeit der Firmen voraussichtlich belasten.