Französische Wirtschaft 2025 um 0,9 Prozent gewachsen

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Tempo gegen Jahresende zurückgegangen
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Die französische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,9 Prozent im Vergleich zu 2024 zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Das liegt über der Prognose der Regierung, die mit 0,7 Prozent gerechnet hatte. Am Jahresende verlor der Aufschwung allerdings an Tempo: Im vierten Quartal reichte es nur noch zu einem Plus von 0,2 Prozent zum Vorquartal, nach plus 0,5 Prozent in den vorangegangenen drei Monaten.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 1,0 Prozent wachsen wird. Für 2027 wird ein Plus von 1,2 Prozent vorausgesagt. Die Bundesregierung geht in ihrer neuen Prognose für Deutschland von ähnlichen Zahlen aus.

Wegen der hohen Neuverschuldung steht Frankreich unter Sparzwang. Das Haushaltsdefizit dürfte 2026 bei mehr als 5,0 Prozent des BIP verharren, erwartet Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann. Die EU-Schuldenregeln sehen eigentlich eine Obergrenze von drei Prozent vor. "Die Schuldenstandsquote wird entsprechend weiter ansteigen", sagte der Ökonom.

Die Ratingagentur S&P hatte Frankreichs Bonitätsnote im vergangenen Herbst von "AA-/A-1+" auf "A+/A-1" herabgestuft. Die politische Instabilität gefährde die Sanierung der Staatsfinanzen, hieß es zur Begründung.

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