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Auf der Sitzung am 28. und 29. Juli hatte die Fed den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Drei Mitglieder der zwölf stimmberechtigten Mitglieder des Gremiums stimmten jedoch für eine Anhebung um einen viertel Prozentpunkt.
Die Befürworter einer Erhöhung merkten dem Protokoll zufolge an, dass der Preisdruck breit angelegt erscheine. Sie vertraten die Ansicht, der für die Geldpolitik zuständige Ausschuss müsse eine restriktivere Haltung einnehmen. Andernfalls bestehe die Gefahr "einer steileren und potenziell kostspieligeren Abfolge von Straffungsmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt".
Die geldpolitische Debatte in den USA hat sich im Laufe des Jahres deutlich verschoben. Zu Jahresbeginn war noch erwartet worden, dass die mächtigste Zentralbank der Welt ihre Zinsen bei nachlassender Inflation senken könnte. Der Preisdruck hat sich jedoch weiter erhöht. Dies liegt insbesondere an den Folgen des Krieges, den die Regierung von Präsident Donald Trump gemeinsam mit Israel gegen den Iran führt. Fast sechs Monate nach Beginn des Konflikts sind die Öl- und Gaslieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz weiterhin eingeschränkt, was die Weltmarktpreise nach oben getrieben hat. Anleger rechnen nun für die Sitzung Ende Oktober mit einer Zinserhöhung.
Warsh bat bei dem Zinstreffen zudem um eine Einschätzung, ob die Fed statt der derzeit acht nur noch sechs Sitzungen pro Jahr abhalten solle. Eine Entscheidung hierzu wurde dem Protokoll zufolge nicht getroffen.