Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich im Minus

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Euro-Stoxx-50 minus 0,86 Prozent
 © AFP, XAVIER GALIANA, Apa
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Europas Aktienmärkte sind schwächer in das vierte Quartal gestartet. Gestiegene Ölpreise und weiter zulegende Anleiherenditen belasteten am Donnerstag.

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"Die hohen Ölpreise schüren die Sorge vor einem erneuten Preisschub und damit vor einer länger restriktiven Geldpolitik", erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Gleichzeitig fallen die Kurse vieler Staatsanleihen weiter und treiben deren Renditen nach oben." Damit aber nähmen die Sorgen über die hohen Staatsschulden vieler Länder zu.

Der Euro-Stoxx-50 sank gegen Mittag um 0,86 Prozent auf 6.215,27 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX gab um 0,7 Prozent auf 25.033 Zähler nach. Außerhalb der Eurozone büßte der Schweizer Leitindex SMI 1,19 Prozent auf 13.666,11 Punkte ein, während der britische FTSE-100 um 1,57 Prozent auf 10.439,99 Punkte abgab.

In den angespannten Marktumfeld lagen Bankaktien an der Spitze der Verlierer. Der Sektor brach mit den Abgaben aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen nach unten aus. Auch Ölwerte schwächelten trotz der hohen Notierungen. Der Analysedienst Index Radar verwies auf eine Studie, die Entspannung der Versorgung signalisiere. "Interessant ist eine neue Studie von JPMorgan: Die Rohölexporte aus dem Nahen Osten sind demnach auf rund 17,5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen und erreichen damit etwa 98 Prozent des Vorkriegsniveaus", hieß es. "Die Erholung wird vor allem durch wieder höhere Transportvolumina Saudi-Arabiens und alternative Exportrouten getragen."

Besser hielten sich Technologiewerte. Sie reagierten damit auf die Quartalszahlen von Micron. Kräftig gestiegene Umsätze und Gewinne sowie der Ausblick des US-Halbleiterunternehmens stärkten die Zuversicht für die Nachfrage im Zuge des Booms der Künstlichen Intelligenz. Das brachte den Halbleiterwerten Rückenwind, während SAP mit 1,2 Prozent Abschlag weiter schwächelten.

Der nachgebende Pharmasektor wurde etwas von den Gewinnen von Sanofi abgefedert, deren Aktie um ein Prozent zulegte. Die Ausweitung der Kooperation mit Regeneron Pharmaceuticals signalisiere die Fortschritte unter dem neuen Konzernchef, so Jefferies-Analyst Michael Leuchten. Die Aktie sei zudem attraktiv bewertet.

Fresenius gaben in Frankfurt um 1,6 Prozent nach. Der Medizin- und Krankenhauskonzern will seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett übernehmen. Für die übrigen Anteile im Umfang von 45 Prozent zahlt er bis zu 750 Millionen Euro.

Die Aktie des Autozulieferers Continental legte im DAX um 0,8 Prozent zu. Letzte Signale des Managements vor der wegen der Quartalszahlen Anfang November anstehenden Schweigeperiode waren positiv ausgefallen. So hält UBS-Analyst David Lesne eine Aufstockung der Gesamtjahresziele für möglich, wie er schrieb. Das dritte Quartal dürfte stark ausgefallen sein und den operativen Ergebniskonsens übertreffen. Die Trennung von ContiTech dürfte ihm zufolge um den Jahreswechsel herum finalisiert werden.

A photo shows the logo on the Euronext trading exchange building in La Defense business district, west of Paris, on April 7, 2025. A global stock market rout deepened on April 7 and fears of recession rose after China retaliated against the US president's tariffs and Europe calibrated its response to the escalating trade war. (Photo by Xavier GALIANA / AFP)

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