Europas Leitbörsen von Inflationszahlen belastet im Minus

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Euro-Stoxx-50 verliert 0,23 Prozent
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Europas Aktienmärkte haben am Mittwoch leicht nachgegeben. Vor allem ein deutlicher Anstieg der Inflation in Italien schlug Anlegern auf die Stimmung.

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Am Nachmittag rücken dann Inflationsdaten aus den USA in den Fokus. Insbesondere der viel beachtete PCE-Deflator dürfte darüber entscheiden, wie es am Anleihemarkt weitergeht, so Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Das gelte umso mehr, als die Renditen der Festverzinslichen zunehmend attraktiver werden. "Renditen von mehr als fünf Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen werden für Aktien zu einer echten Konkurrenz", fügte Lipkow hinzu.

Der Euro-Stoxx-50 sank zu Mittag um 0,23 Prozent auf 6.305,42 Punkte. In Frankfurt büßte der DAX 0,20 Prozent auf 25.352,16 Punkte ein. Außerhalb der Eurozone tendierte der Schweizer Leitindex SMI unverändert, während der britische FTSE 100 0,31 Prozent auf 10.669,52 Punkte gewann.

Technologiewerte gaben nach den Vortagesgewinnen etwas nach. Auch hier war Abwarten vor den Quartalszahlen von Micron angesagt. "Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt", betonte Lipkow. "Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden." Auf dem Sektor lasteten zudem die Abgaben von SAP, deren Aktie um 1,9 Prozent nachgab.

Eine gewisse Vorsicht war ebenfalls bei Ölaktien zu beobachten, obwohl die Ölpreise sich stabil präsentierten. Die USA hatten ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran verstärkt und weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans verhängt. Gleichzeitig habe sich aber die Versorgungslage verbessert, merkte Analyst Ricardo Evangelista vom Broker ActivTrades an. Saudi-Arabien habe die Transporte durch seine Ost-West-Pipeline inzwischen auf mindestens 3,5 Millionen Barrel pro Tag hochgefahren, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.

In der zweiten Reihe zogen unterdessen Aktien von DocMorris um 5,7 Prozent an. Nach der Prognoseerhöhung von Konkurrent Redcare zum Wochenstart nahm laut Händlern auch das Analysehaus Cantor die Bewertung in einer Branchenstudie mit "Overweight" auf.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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