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Belastet wurden die US-Börsen einmal mehr von neuen Anstiegen der Rohölpreise. Ein Fass der Referenzölsorte Brent aus der Nordsee kostete am Dienstag zeitweise 111,99 US-Dollar und damit so viel wie seit Mai nicht mehr. Vor den nach Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Netflix und SpaceX dürften sich zudem viele Anleger zurückhalten, hieß es. Ein enttäuschender Börsengang in der südkoreanischen KI-Branche bremste zusätzlich die Kaufbereitschaft.
Das Technologie- und KI-Infrastruktur-Unternehmen Elice hatte am Dienstag einen historisch schwachen Börsengang in Seoul hingelegt: Zum Handelsende lagen die massiv überzeichneten Aktien fast ein Drittel unter ihrem Ausgabepreis. "Privatanleger haben vielleicht blind darauf vertraut, dass Aktien bei einem Börsengang immer steigen würden", kommentierte Jo Hyunik, Leiter der Anlageabteilung bei Iroom Investment Advisors in Seoul. Doch während diejenigen, die zum Zug gekommen seien, Verluste erlitten hätten, hätten die meisten Privatanleger bei der Zeichnung nur wenige Aktien erwerben können, fügte er hinzu.
In New York standen im Frühhandel die gemeldeten Quartalsergebnisse einiger wichtiger Konzerne im Fokus. Aktien des 3M stiegen nach der Zahlenvorlage des Mischkonzerns um 4,5 Prozent und waren damit die größten Gewinner im Dow. 3M übertraf die Gewinnerwartungen und hob das zweite Quartal in Folge den Jahresausblick für das bereinigte Ergebnis je Aktie an.
Die Anteilsscheine von RTX verteuerten sich im Frühhandel um 1,9 Prozent. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern schraubt angesichts guter Geschäfte seine Erwartungen für 2026 ein weiteres Mal nach oben.
Dagegen belasteten nun etwas vorsichtigere Jahreserwartungen den Autobauer General Motors (GM). Auch der Quartalsbericht und das angekündigte, 20 Milliarden US-Dollar schwere Aktienrückkauf überzeugten nicht. Die seit Anfang Oktober erholten Titel fielen um knapp 5 Prozent.
Die Aktien von GE Aerospace verloren nach Zahlen 3,9 Prozent, obwohl der Triebwerksbauer dank einer starken Nachfrage seine Jahresziele nach oben schraubte.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU