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"Geopolitische Risiken, geldpolitische Fragezeichen und eine fragile KI-Fantasie bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft. Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Fed-Leitzinsentscheid dürften Anleger ohnehin tendenziell ihr Pulver trocken halten", kommentierte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader.
Die Aktien von Beiersdorf rutschten nach der Vorlage der Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns als schwächster DAX-Wert um 4,0 Prozent ab, nachdem sie am Freitag noch auf das höchste Niveau seit April geklettert waren. Beiersdorf hielt den Umsatz im dritten Quartal stabil und damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der im Sommer gesenkten Jahresausblick wurde bestätigt. Ein Börsianer wertete aber das Geschäft der Sparte Tesa als Enttäuschung.
Mercedes-Benz enttäuschte die Anleger an der Börse mit einem angepassten Jahresausblick; der Aktienkurs sank um 3,8 Prozent.
Die Titel von Suss Microtec wurden mit einem Kursabschlag von knapp 11 Prozent für ihre gesenkten Jahresziele abgestraft. Die Papiere des Anlagenbauers für die Chipindustrie fielen zeitweise auf das tiefste Niveau seit März und verloren seit dem Rekordhoch im Juni damit mehr als 60 Prozent an Wert.
Die Papiere der Porsche AG reagierten mit einem Kursplus von 2 Prozent auf aktuelle Quartalszahlen des Sportwagenbauers. Bei Umsatz und operativem Ergebnis hatten Analysten etwas mehr auf dem Zettel, die Profitabilität traf jedoch die Erwartungen. Porsche-Chef Michael Leiters bestätigte den Jahresausblick. Die Stuttgarter hätten ein insgesamt ordentliches Quartal hinter sich, das die zum Vorjahr gestiegene Dynamik bestätige, kommentierte JPMorgan-Analyst Jose Asumendi.
Novartis bauten bisher 1,7 Prozent auf. Der Schweizer Pharmakonzern hat nach Zuwächsen im Tagesgeschäft seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr angehoben. Dank kräftiger Medikamentenverkäufe stieg der bereinigte operative Gewinn von Juli bis September um elf Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar (5,40 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden Dollar. Das Ergebnisziel für das Gesamtjahr wurde angehoben.
Die HSBC-Aktie hat am Dienstag nach enttäuschend aufgenommenen Quartalszahlen kräftig nachgegeben und ihre jüngste Korrektur fortgesetzt. Sie büßte in London 6,8 Prozent auf 1.273 Pence ein und zählte damit zu den Schlusslichtern im FTSE-100 . Seit dem Rekordhoch von 1.610 Pence im August ging es inzwischen um etwas mehr als ein Fünftel nach unten.
Auch für Reckitt ist der Aktienkurs am Dienstag nach einer gesenkten Umsatzprognose des Konsumgüterherstellers auf Talfahrt gegangen. In London büßte das Papier 5,8 Prozent auf 5.166 Pence ein, womit sich das Minus im bisherigen Jahresverlauf auf 17,4 Prozent ausweitete.