Europas Leitbörsen starten überwiegend höher

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Uneinheitliche Asien-Vorgaben
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die europäischen Leitbörsen sind am Montag überwiegend mit etwas höheren Notierungen in die neue Handelswoche gestartet. Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen 9.45 Uhr um 0,38 Prozent auf 6.091,45 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,74 Prozent fester bei 25.368,38 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,38 Prozent auf 10.730,89 Einheiten.

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Die weiterhin sehr hohen Ölpreise kamen zum Wochenstart zumindest etwas zurück. Die Vorgaben der asiatischen Börsen fielen uneinheitlich aus. Weltweit im Fokus bleibt die Frage, ob sich die Milliardeninvestitionen in den KI-Boom tatsächlich zeitnah rentieren oder sich viele, vor allem der kleineren Anbieter, angesichts der immer höheren Refinanzierungskosten nicht doch übernehmen. Dabei spielen die gestiegenen Zinsen eine wichtige Rolle. Hier entspannte sich die Lage zuletzt aber etwas, nachdem sich die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen knapp unter der Fünf-Prozent-Marke stabilisiert hat.

"Die ersten Schnäppchenjäger wagen sich auf das Parkett und nutzen die günstigeren Kurse zum Einstieg", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners mit Blick auf den DAX. "Das muss allerdings nicht zwangsläufig eine langfristige Trendwende nach oben nach sich ziehen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass diese Schnäppchenjäger ihre Gewinne in einem steigenden Markt sehr schnell realisieren und damit weitere Kursgewinne ausbremsen." Den DAX sieht der Experte charttechnisch "weiterhin in seinem Seitwärtsmarkt gefangen".

In dieser Woche stehen wichtige Datenveröffentlichungen und Notenbanksitzungen auf der Agenda. Heute richtet sich datenseitig die Aufmerksamkeit auf das ifo Geschäftsklima Deutschland, kommentierten die Helaba-Experten. Der Markteinfluss sollte im Vorfeld der FOMC-Zinsentscheidung und der EZB-Ratssitzung überschaubar sein. Beide Notenbanken werden die Leitzinsen vermutlich nicht verändern und marktseitig wird nicht damit gerechnet. Ein Schritt im Dezember ist aber jeweils zu einem großen Teil eingepreist.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 fanden sich Hermes mit plus 3,1 Prozent unter den größeren Gewinnern. Siemens Energy konnten sich um 2,3 Prozent steigern. Bei den Bankwerten legten UniCredit um knapp zwei Prozent zu, BNP Paribas gewannen um 1,8 Prozent. Hingegen lagen Banco Santander um gut fünf Prozent im Minus.

Bei den Ölwerten mussten Eni einen Abschlag von 1,4 Prozent verbuchen. Die Analysten von Santander haben die Einstufung von "outperform" auf "neutral" gesenkt. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Eni-Titel von 28 auf 29 Euro angehoben.

Für die Aktien des Pharmakonzerns Novartis ging es um 0,3 Prozent nach unten. Vor dem Wochenende war der Kurs bereits leicht zurückgefallen nach einer Rally um gut 17 Prozent seit dem Zwischentief Anfang September. Analysten bewerteten am Freitagabend veröffentlichte Phase-III-Studiendaten zum Wirkstoff Remibrutinib gegen schubförmige Multiple Sklerose teils durchwachsen.

Zulegen konnten hingegen die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer und stiegen um 2,3 Prozent. Interimsdaten einer Phase-III-Studie hätten gezeigt, dass das Prostatakrebsmedikament Nubeqa das Risiko für Metastasen und die Mortalität beeindruckend senke. Die bedeute einen überraschend frühen weiteren Wachstumstreiber für das Blockbuster-Medikament.

Market indicators are displayed on digital screen at the Euronext trading exchange building in La Defense business district, west of Paris, on April 7, 2025. A global stock market rout deepened on April 7 and fears of recession rose after China retaliated against the US president's tariffs and Europe calibrated its response to the escalating trade war. (Photo by Thomas SAMSON / AFP)

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