Europas Leitbörsen zu Mittag auf Erholungskurs

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Erholung nach Freitagsverlusten
 © APA (AFP), JOHN THYS, Apa
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Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich zum Wochenstart von ihren Verlusten vom Freitag erholt. Die weiterhin sehr hohen Ölpreise sind am Montag etwas zurückgekommen. Zudem entspannte sich die Lage am französischen Anleihemarkt, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Frankreichs unerwartet bestätigt hatte.

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Am Markt war wegen der angespannten französischen Haushaltslage und der jüngsten gewaltsamen Proteste gegen eine geplante Sparpolitik damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Kreditbewertung ebenfalls senkt.

Der Euro-Stoxx-50 stieg zu Mittag um 0,4 Prozent auf 6.093 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX zog um 0,84 Prozent auf 25.393 Punkte an. Auch außerhalb des Euroraums ging es aufwärts. Der Schweizer Leitindex SMI legte um 0,2 Prozent auf 14.490 Zähler zu, der britische FTSE-100 gewann 0,4 Prozent auf 10.731 Punkte.

Die Börsenwoche steht im Zeichen aktueller Quartalszahlen einiger wichtiger US-Technologiekonzerne wie Microsoft, Alphabet und Amazon. Anleger dürften dabei vor allem die Ausgaben der Unternehmen für den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) unter die Lupe nehmen. Zudem stehen in der neuen Woche geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Fed, der EZB und der Bank of Japan auf der Agenda.

Stärkster Sektor waren am Montag die Autowerte, die damit ihre schwache Performance vom Freitag wettmachten. So gehörten die Aktien von Stellantis und Renault mit Kursgewinnen von 3,1 beziehungsweise 2,0 Prozent zu den Top-Werten in Europa.

Am unteren Ende des Branchentableaus rangierten die Papiere von Energiekonzernen infolge der etwas gesunkenen Ölpreise. Die Anteilsscheine des italienischen Ölkonzerns Eni litten zusätzlich unter einer Abstufung durch Banco Santander und büßten 2,8 Prozent ein.

Die Titel von Telefonica brachen um 7,6 Prozent ein. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktien des spanischen Telekom-Riesen von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 3,70 auf 3,20 Euro reduziert.

Die Bayer-Aktien setzten sich in Frankfurt mit plus 3 Prozent an die Indexspitze. Händler verwiesen auf gute Daten einer Phase-III-Studie. Diese hätten gezeigt, dass das Prostatakrebsmittel Nubeqa das Risiko für Metastasen und die Mortalität beeindruckend senke, und bedeuteten einen überraschend frühen weiteren Wachstumstreiber für das Blockbuster-Medikament. Zudem darf Bayer nun auf dem wichtigen chinesischen Markt den Blutgerinnungshemmer Asundexian zur Vorbeugung sekundärer Schlaganfälle verkaufen.

A woman cycles past the Euronext Amsterdam stock exchange in Amsterdam on April 7, 2021. Amsterdam is vying for the top share as a trading spot in Europe after the United Kingdom departed the European Union in 2020 known as Brexit. (Photo by JOHN THYS / AFP)

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