Europas Leitbörsen starten mit Gewinnen

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Technologieaktien, wie von Infineon, starten gestärkt in die Woche
 © AFP, RONNY HARTMANN, Apa
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Die europäischen Börsen sind zu Wochenbeginn auf deutlichem Erholungskurs. Eine Entspannung am Ölmarkt und stabile Vorgaben aus Asien sorgen nach dem verlustreichen Freitag für Kursgewinne. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 notierte am Montag rund eine Stunde nach dem Handelsstart bei einem Plus von 0,92 Prozent auf 6.293,58 Punkten. Der DAX gewann 0,78 Prozent auf 25.500,77 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,46 Prozent auf 10.708,35 Einheiten.

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Trotz deutlich gesunkener Ölpreise auf hohem Niveau bleiben die Signale aus Nahost widersprüchlich. So hatte der Iran am Wochenende nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens signalisiert. Gleichzeitig richtete das Militär wieder Drohungen gegen die USA und ihre Verbündeten.

In Asien legten insbesondere wieder die Technologieaktien zu. Positiv wirkten sich dabei auch die Gespräche zwischen Vertretern von China und den Vereinigten Staaten vor dem in dieser Woche geplanten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping aus. Dabei ging es unter anderem um den Handelskonflikt und Sicherheitsrisiken beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI).

Hauptgesprächsthema sind aber zunächst ohnehin die Ausgänge der Wahlen in den deutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Berlin - mit Siegen der Rechts-und Linkspopulisten. Der Druck auf den deutschen Kanzler Friedrich Merz von der CDU steigt, nachdem die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals aus einem Landesparlament geflogen sind. Er machte aber noch am Abend deutlich, dass er weitermachen will und auf den eingeschlagenen Reformkurs der Regierung setzt.

Die Technologiewerte profitieren weiterhin von guten Vorgaben aus Asien. Dabei setzten die ASML-Aktien ihre Aufwärtsbewegung fort und zogen um 2,79 Prozent an. Infineon stiegen um 2,52 Prozent an.

Die gesunkenen Preise setzten hingegen die Öl-Aktien unter Druck. So verloren etwa ENI 2,55 Prozent.

Deutsche Bank Research hat Volkswagen mit einem Kursziel von 115 Euro auf "Buy" belassen. Zur "auf den ersten Blick harschen Gewinnwarnung" des Autobauers merkte Tim Rokossa in seiner Einschätzung an, dass die Profitabilität bereinigt um 10 Milliarden Euro für Sonderposten fast die Markterwartungen erfülle. Die wichtigere Frage sei, was die Zusammensetzung der Sonderbelastungen über die strategischen Herausforderungen aussage. Die Abschreibungen für die Porsche AG seien indes ein erheblicher Rückschlag für die Erwartungen an einen der wichtigsten Vermögenswerte des Konzerns, und mit Blick auf die Probleme in China schwänden die Hoffnungen auf eine wesentliche Erholung. Die weiteren Restrukturierungsaufwendungen bestätigten lediglich die Komplexität des teuren Transformationsprozesses. Die VW-Aktien setzten allerdings ihren Abwärtstrend fort und fielen um 1,23 Prozent auf 75,68 Euro.

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