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Der Euro-Stoxx-50 verlor in der ersten Handelsstunde 0,26 Prozent auf 6.306,42 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,41 Prozent schwächer bei 25.612,09 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,31 Prozent auf 10.782,52 Einheiten.
Aufgrund des sogenannten großen Verfallstags könnten die Kursschwankungen im Handelsverlauf noch zunehmen. An diesem Freitag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes und einzelne Aktien aus. Hinter diesen Schwankungen stehen Marktteilnehmer, deren Frist zur Verwirklichung ihrer Derivategeschäfte abläuft.
Ansonsten gibt die Agenda zu Wochenschluss kaum Impulse her. Im Fokus bleibt wohl die weitere Nachlese der US-Notenbank-Entscheidung, die ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen hat. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes stellt sich nun die schwierige Frage, wie weit dieser Zyklus gehen wird. Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins erwartungsgemäß am Freitag weiter angehoben.
Klare Verluste gab es im frühen Handel bei den Telekomaktien. Anteile an der Deutschen Telekom verbilligten sich um 3,2 Prozent. Abgaben gab es zudem in Papieren aus den Branchen Öl, Versicherung und Lebensmittelindustrie. Gesucht waren dafür Halbleiterwerte. Im Euro-Stoxx führten Infineon mit plus 3,4 Prozent die Gewinner an.
Im Lebensmittelsektor fielen Nestlé um 1,5 Prozent, nachdem Russland zwei Nestlé-Gesellschaften unter Fremdverwaltung gestellt hatte. Die Situation sei wohl mit der von Danone 2023 vergleichbar, schrieb JPMorgan-Analystin Celine Pannuti. Die Franzosen hätten sich seinerzeit letztlich mit hohem Verlust aus dem Land verabschiedet.