Europas Leitbörsen notieren zu Mittag mit Verlusten

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 © Andreas Arnold, APA/APA/dpa/ANDREAS ARNOLD
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Die europäischen Börsen haben nach den Vortagesgewinnen am Freitag wieder etwas geschwächelt. Dabei wurde die Kursfindung vom großen Verfall beeinflusst.

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"Zur Mittagszeit werden zunächst Indexoptionen und Futures abgerechnet, bevor zur Schlussauktion die Aktienoptionen folgen", erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Rund um diese Termine kann es bei einzelnen Indizes und Aktien zu größeren Kursausschlägen kommen." Nicht jede ungewöhnliche Bewegung sollte deshalb als Marktsignal interpretiert werden.

Der Euro-Stoxx-50 sank zu Mittag um 0,55 Prozent auf 6.287,83 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,76 Prozent schwächer bei 25.522,51 Zählern. Außerhalb der Eurozone ging es ebenfalls leicht nach unten. Der britische FTSE-100 verlor 0,66 Prozent auf 10.744,50 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI büßte 0,14 Prozent auf 13.927,41 Punkte ein.

Schwächster Sektor waren die Telekomaktien. Anleger nahmen eine Abstufung von Orange zum Anlass von Gewinnmitnahmen, nachdem der Sektor zuvor gut gelaufen war. Morgan Stanley hatte die Aktie der französischen Telekommunikationsgesellschaft auf "Underweight" gesenkt. Wegen politischer Unsicherheiten machen die Analysten das Risiko eines verlangsamten Gewinnwachstums aus. Außerdem werden zunehmender Wettbewerb in Spanien und eine anziehende Verschuldung befürchtet. Orange verloren 4,7 Prozent, das Sektorschwergewicht Deutsche Telekom büßte 3,5 Prozent ein.

Nahrungsmittelwerte litten unter den Verlusten von Nestlé, deren Aktien um 2,1 Prozent sanken. Russland hatte einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal zwar bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen. Analysten schätzen, dass Russland rund ein bis zwei Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Aber es geht auch um beträchtliche Vermögenswerte. Schätzungen beziffern den Wert des russischen Geschäfts auf gut 1,75 Milliarden Franken. Diese müssten im schlimmsten Fall abgeschrieben werden.

Stärkster Sektor waren die Technologiewerte. Sie profitierten von guten Vorgaben aus den USA und Asien, wo Halbleiterwerte Gewinne verzeichnet hatten. ASML-Aktien setzten ihre Aufwärtsbewegung fort und zogen um 1,1 Prozent an.

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