Europas Leitbörsen starten im Minus - Euro-Stoxx mit -0,9%

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DAX tendiert in der Verlustzone
 © AFP, KIRILL KUDRYAVTSEV, Apa
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Die schwindende Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran versetzt Anleger in Alarmbereitschaft. Europas wichtigste Börsen lagen am Dienstag in der Verlustzone. Der Eurozonen-Leitindex verlor rund zwei Stunden nach Handelsbeginn 0,86 Prozent auf 5.843,86 Punkte. In Frankfurt baut der DAX 0,83 Prozent auf 24.146,56 Einheiten ab. Der britische FTSE büßte 0,53 Prozent auf 10.214,90 Zähler ein.

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Die US-Regierung hat den ökonomischen Druck auf den Iran inzwischen weiter verschärft. "Die Situation scheint festgefahren", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die jüngsten Ereignisse. "Für jegliche Form der Entwarnung ist es weiterhin zu früh", ergänzte er und rechnet mit einem langen Nachhall der Auseinandersetzungen in Nahost für die Börsen und die Weltwirtschaft. "Die Hoffnungen ruhen jetzt darauf, dass China als erfolgreicher Vermittler zwischen den Kriegsparteien agieren wird."

Trump wird China in Kürze besuchen. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg. China unterstützt den Iran, denn chinesische Raffinerien sind die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.

Heute werden zudem die anstehenden US-Verbraucherpreise des Monats April von Interesse sein. Die Richtung ist laut den Helaba-Experten klar: "Es geht weiter nach oben, nicht nur mit dem Verbraucherpreisindex, sondern auch mit der Inflationsrate. Diese wird nochmals spürbar zulegen und in Richtung der Marke von vier Prozent steigen. Die Inflationsrate liegt damit etwa doppelt so hoch, als üblicherweise von Notenbanken angestrebt wird."

Unter den Einzelwerten in Europa haben die Aktien von Vodafone am Dienstag im frühen Handel nachgegeben. Zuletzt sank der Wert in London um 3,3 Prozent. Damit erhielt der Kurs, der in den letzten 12 Monaten deutlich gestiegen ist, einen Dämpfer, wobei er sich aber nur unweit der Jahreshochs bewegt. Dabei profitierte das Unternehmen von der strategischen Neuausrichtung auf die wichtigsten Märkte Deutschland und Großbritannien. Gleichwohl sank die Kundenzahl in Deutschland.

Die Bayer-Aktien schossen mit einem Plus von rund fünf Prozent an die DAX-Spitze. Ein starkes Agrargeschäft hat dem Pharma- und Agrarkonzern zum Jahresstart überraschend viel Rückenwind verliehen. Dagegen brachen die Anteilsscheine der Münchener Rück zeitweise um fünf Prozent ein. Die Zahlen des Rückversicherers hätten leicht unter den Erwartungen gelegen, teilte ein Analyst mit.

Die Papiere des steirischen Chip- und Sensorenherstellers ams-Osram verloren an der Börse Zürich 1,81 Prozent auf 19,01 Franken. Analysten der Baader Bank haben ihre Empfehlung für die ams-Osram-Aktien von "sell" auf "reduce" hochgenommen. Das Kursziel auf 6-Monatssicht liegt aktuell bei 21,70 Schweizer Franken.

Die Experten haben den EV/EBITDA-Multiplikator für die Bewertung des Halbleitergeschäfts erhöht und verwenden nun einen Multiplikator von 1,5 (zuvor 1). Für das laufende Jahr 2026 erwarten sie nun einen Verlust bei ams von 0,51 Euro je Aktie. Für das Folgejahre prognostizieren sie einen Gewinn von 0,36 Euro pro Anteilsschein. Dividendenausschüttungen werden für diesen Zeitraum nicht erwartet.

A board displays the chart of Germany's share index DAX at the stock exchange in Frankfurt am Main, western Germany, on January 19, 2026. Europe's stock markets slid at the open Monday after the continent's leaders stood firm against US President Donald Trump's threat to impose tariffs over opposition to his Greenland ambitions. (Photo by Kirill KUDRYAVTSEV / AFP)

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