Europas Leitbörsen schließen mit moderaten Gewinnen

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Euro-Stoxx-50 legt 0,6 Prozent zu
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die europäischen Börsen haben am Freitag mit moderaten Gewinnen geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,63 Prozent und 6.462,22 Punkten. Der deutsche DAX stieg um 0,59 Prozent auf 26.136,56 Zähler. Der britische FTSE legte 0,59 Prozent auf 10.816,56 Punkte zu.

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Unterstützt wurden die Märkte von einer Stabilisierung der Rohölpreise nach ihren starken Anstiegen im Wochenverlauf. Dazu kamen zum Wochenschluss auch positive Signale von den US-Börsen. Am US-Anleihemarkt hat sich die Lage zwar ebenfalls etwas stabilisiert, bleibt aber angespannt und die Renditen auf hohem Niveau. Eine hohe Staatsverschuldung, die Inflation und Milliarden-Finanzierungen im KI-Sektor mahnen die Anleger zur Vorsicht.

Gut gesucht waren zum Wochenschluss vor allem Rohstoffwerte. Impulse gab es aus China, einem bedeutenden Nachfrager von Rohstoffen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg plant die chinesische Führung, die Konjunktur mit stärkeren Finanzhilfen anzukurbeln. Damit will man auf schwächere Wirtschaftsdaten reagieren.

Der auf den höchsten Stand seit Mai gekletterte Goldpreis trieb zudem die Aktien von Goldminenbetreibern an. Endeavour Mining legten in London um gut 4 Prozent zu. Der Goldpreis ist im Aufwind, seit zur Wochenmitte das US-Finanzministerium überraschend angekündigt hatte, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Mit der Maßnahme will die US-Regierung die Renditen für Staatspapiere nach unten drücken, um so Kosten für den Schuldendienst zu senken.

Unter den wenigen Verlierern fanden sich Ölwerte. Die Aktien der Ölkonzerne wie ENI oder TotalEnergies verbuchten Verluste zwischen einem und zwei Prozent.

Für stärkere Kursausschläge sorgten am Freitag auch einige Nachzügler der Unternehmensberichtssaison. Ein getrübter Geschäftsausblick brockte Fielmann einen Kursrutsch von 6,6 Prozent ein. Zeitweise sackten die Aktien auf ein Tief seit dem Frühjahr 2023 ab. Die Optikerkette musste wegen der anhaltend mauen Konsumstimmung in Deutschland ihre Jahresziele nach unten schrauben.

Der Eventvermarkter CTS Eventim sorgte nur anfangs mit seinen Geschäftszahlen für Verstimmung, die Aktien fingen sich am Tief seit Anfang Juli und drehten mit 2,6 Prozent ins Plus. Kritisch gesehen wurde zunächst die Marge im Ticketgeschäft. Lara Simpson von der US-Bank JPMorgan konstatierte aber eine intakte Geschäftsdynamik. Hoffnung legen Analysten in einen Kapitalmarkttag im November.

Beim Dialyseanbieter FMC sorgte die Meldung, dass der Medizinkonzern Fresenius seinen Anteil weiter reduziert hat, für einen Kursrückgang um 1,8 Prozent. FMC-Aktien im Wert von rund 300 Mio. Euro wurden an ausgewählte institutionelle Investoren verkauft. Fresenius dagegen ging im Plus aus dem Handel.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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