Europas Börsen tiefer im Frühhandel, Euro-Stoxx-50 -0,88 %

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Hohe Ölpreise drücken weiterhin auf die Stimmung
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die wichtigsten Europabörsen haben sich am Mittwochvormittag klar im Minus gezeigt. Die hohen Rohölpreise verbunden mit Bedenken über eine weiter anziehende Inflation drückten weiterhin auf die Aktienkurse.

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Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging es bis kurz vor zehn Uhr um 0,88 Prozent nach unten auf 6.357 Punkte. In Frankfurt gab der deutsche Leitindex DAX 0,65 Prozent auf 25.839 Zähler ab. Außerhalb des Euroraums sank der FTSE-100 in London um 0,28 Prozent auf 10.782 Einheiten.

Die Ölpreise legten angesichts neuer gegenseitiger Angriffe am persischen Golf weiter zu. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar. Der Preis für ein Fass Brent mit der Auslieferung im November zog im frühen Handel um bis zu 2,3 Prozent auf 100,19 Dollar an. Damit verteuerte sich Brent in diesem Jahr um 64 Prozent.

Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

Eine Branchenbetrachtung in Europa zeigte den Einzelhandelssektor am weitesten im Minusbereich. Hier belastete der Kursabschlag von Inditex in Höhe von drei Prozent. Der spanische Textilhändler kann trotz anhaltend schwacher Konsumlaune und anziehender Inflation auf ein erstes Geschäftshalbjahr mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn blicken. Analysten hatten sich von der Halbjahresbilanz allerdings noch mehr erhofft.

In der Gunst der Anleger am weitesten oben standen Rohstoff- und Ölwerte. Hier gewannen Eni-Papiere 1,4 Prozent und TotalEnergies 1,3 Prozent.

Die Papiere von Rheinmetall büßten am Euro-Stoxx-50-Ende um 3,2 Prozent an Kurswert ein. Auch andere Rüstungswerte wie Renk, Hensoldt und Bae Systems wurden verkauft.

Novartis-Aktien büßten 0,9 Prozent ein. Deutsche Bank Research hat das Kursziel für die Pharmaaktie von 140 auf 120 Franken gesenkt und die Titel von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Nach dem Studienflop mit dem Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen habe der Pharmakonzern mit dem Medikament Del-desiran einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen, hieß es.

Die Aktien von Auto1 setzten ihre neuerliche Korrektur nach einem Managementwechsel fort. Die Papiere des Gebrauchtwagenhändlers sanken um fast drei Prozent. Für Verunsicherung sorgte offenbar, dass der Finanzchef Christian Wallentin sein Amt aus familiären Gründen niederlegt.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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