Europas Leitbörsen schließen tiefer, Euro-Stoxx-50 -1,6%

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Brent-Ölpreis erstmals seit Juli über 100 US-Dollar-Marke
 © AFP, JUSTIN TALLIS, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben zur Wochenmitte deutliche Verluste verzeichnet. Gedrückt wurde die Stimmung von den weiter gestiegenen Öl- und Gaspreisen. Bei den Anlegern befeuerte dies Inflationsängste und damit verbunden Sorgen vor steigenden Zinsen. Im Fokus steht damit zunehmend der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Am Markt wird hier fest mit einer Zinsanhebung um 25 Basispunkte gerechnet.

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Der Euro-Stoxx-50 fiel am Mittwoch um 1,58 Prozent auf 6.311,56 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Ende Juli. In Frankfurt schloss der DAX um 1,66 Prozent schwächer bei 25.576,45 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 1,31 Prozent auf 10.670,06 Einheiten.

"Die Europäische Zentralbank wird morgen die Leitzinsen um 25 Basispunkte erhöhen, so viel steht fest", so Andreas Lipkow von CMC Markets. Umso höher seien die Erwartungen an die anschließende Pressekonferenz mit Christine Lagarde. Insbesondere ihre Einschätzung zur weiteren Inflationsentwicklung dürfte die Börsenwelt dabei interessieren.

Die Ölpreise haben angesichts neuer gegenseitiger Angriffe am persischen Golf weiter zugelegt. Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee kostete erstmals seit dem 24. Juli wieder mehr als 100 US-Dollar je Barrel. Der europäische Erdgaspreis erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Von den gestiegenen Preisen profitierten Öl-Aktien. So stiegen Eni um 1,9 Prozent und TotalEnergies um 0,6 Prozent.

Inditex gaben nach Vorlage von Halbjahreszahlen um 3,6 Prozent nach. Der spanische Textilhändler habe ein durchwachsenes zweites Quartal hinter sich, so Adam Cochrane von Deutsche Bank Research. Dem robusten Umsatz stehe der Kostendruck gegenüber, der zu etwas enttäuschenden Gewinnkennziffern geführt habe.

Kursverluste verzeichneten auch Luxuswerte. So ging es an der Börse in Paris für LVMH um 3,6 Prozent nach unten. In London verloren Burberry vier Prozent. Die Experten der HSBC haben in einer Sektor-Studie die Aktien beider Unternehmen auf "Hold" abgestuft. Das Umfeld in der Luxusbranche könnte sich im zweiten Halbjahr als schwieriger zu navigieren erweisen, so die Analysten.

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