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Neben den Entwicklungen am Ölmarkt beobachten die Anleger derzeit auch die UNO-Generaldebatte in New York. Im Zuge der Vollversammlung stehen Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping sowie möglicherweise auch Gespräche mit iranischen Vertretern an.
"Vor dem Treffen zwischen den USA und China halten sich die Anleger mit größeren Engagements zurück", stellte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fest. "Der ruhige Handel zeigt, dass die Märkte derzeit weniger auf neue Positionen setzen und vielmehr auf politische Klarheit warten."
Angesichts der herrschenden Unsicherheiten gaben Konjunkturdaten dem Markt keine Impulse, obwohl sie besser als erwartet ausgefallen waren. Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank sprach angesichts der Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im September von überraschend guten Daten. "In Anbetracht der hohen Energiepreise war davon auszugehen, dass die Unternehmen weniger optimistisch in die Zukunft blicken", so Gitzel. "Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Stimmung hellt sich sogar nochmals deutlich auf."
Mit Blick auf die Einzelsektoren gab es nur in den Ölaktien klare Gewinne zu sehen. Besonders deutlich hinab ging es für Versicherungs- und Automobilwerte, während zinssensible Branchen wie Versorger und Immobilienwerte unter steigenden Ölpreisen und falkenhaften Aussagen aus der US-Notenbank litten.
Im Finanzsektor gaben UBS nach einem positiven Handelsstart 1,7 Prozent ab. Der Schweizer Ständerat hatte für systemrelevante Großbanken strengere Eigenmittel-Regeln beschlossen. Die Banken müssen Auslandstöchter künftig mit 90 Prozent hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Die UBS und mehrere große Wirtschaftsverbände hätten den von der Mehrheit entworfenen, unterlegenen Kompromiss bevorzugt. Nun ist allerdings der Nationalrat am Zug.
Im ansonsten schwächelnden Technologiebereich fielen ams-Osram mit gut zehn Prozent Aufschlag bei 23,48 Franken auf. Die volatile Aktie reagierte damit auf eine Studie von Jefferies. Das Haus hatte das Kursziel von 21 auf 25,50 Franken angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Angesichts der neuen, auf VCSEL-Lasern beruhenden Mikro-Emitter-Lösung für optische Konnektivität als Ergänzung zur bestehenden MikroLED-Technologie sehe er den Sensoren- und Halbleiterhersteller in diesem Bereich stark positioniert, um von einer vertikalen und horizontalen Skalierung zu profitieren, schrieb Analyst Janardan Menon.
Weniger gut kamen Neuigkeiten zu Diageo an, die Aktie gab um 1,1 Prozent nach. Bei dem britischen Spirituosen- und Guinness-Hersteller war es erneut zu einem Wechsel in der Führungsetage gekommen.