Europas Leitbörsen schließen befestigt, Euro-Stoxx-50 +0,45%

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DAX gewinnt 0,76 Prozent und FTSE-100 legt 0,99 Prozent zu
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die fortgesetzte Entspannung am französischen Staatsanleihenmarkt hat die Börsen Europas zum Wochenstart gestützt. Der Euro-Stoxx-50 stieg zum Sitzungsende um 0,45 Prozent auf 6.201,21 Punkte. Jedoch ist mit Blick auf die Charttechnik der im August gestartete kurzfristige Abwärtstrend weiterhin intakt. Um diesen zu verlassen, müsste der Index auf etwas mehr als 6.300 Punkte klettern.

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In Frankfurt kletterte der DAX um 0,76 Prozent auf 25.277,68 Einheiten. Der britische FTSE-100 schloss mit 10.656,28 Einheiten mit 0,99 Prozent im Plus.

Timo Emden, Marktanalyst bei CapTrader, sieht im jüngsten Auf und Ab an den Börsen ein fortgesetztes "Kräftemessen zwischen Bullen und Bären". Die startende Berichtssaison könnte unterdessen "kurzfristig wieder zum wichtigsten Taktgeber für die Aktienmärkte werden und schwelende Risikofaktoren kaschieren". Am Dienstag eröffnen einige US-Großbanken den Zahlenreigen fürs dritte Quartal.

Für Marktunterstützung sorge weiterhin die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos, die bereits am Freitag während der Handelszeit bekannt gegeben worden war. Damit scheint eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. "Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren", schrieb ein Experte. Der zuletzt stark gefallene Stoxx-Europe-600 Automobiles & Parts war mit einem Plus von 0,2 Prozent auch unter den Gewinnern im Branchentableau.

Abwärts ging es hingegen mit den Technologiewerten. Eine negative Tendenz an der US-Technologiebörse Nasdaq belastete. Unter den Papieren verbilligten sich Infineon um 2,8 Prozent. STMicroelectronics büßten 2,1 Prozent ein.

Unter den Einzelwerten erholten sich die Aktien des Pharmakonzerns Argenx um weitere 0,7 Prozent auf 733,2 Euro. Die Papiere waren am Donnerstag nach dem Flop einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie eingebrochen, waren am Freitag aber schon auf Erholungskurs gegangen. Vor dem Studienende hatten die Aktien fast 839 Euro gekostet.

Die Aktien von Nordex gewannen 3,9 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer erhielt im dritten Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Jahr zuvor. "Es lagen zwar keine Konsensschätzungen vor, doch der Anstieg erscheint massiv, auch wenn entsprechende Hinweise bereits in den Meldungen zum Auftragseingang der vergangenen Monate enthalten waren", sagte ein Händler.

Auf der anderen Seite waren die Ahold-Delhaize-Titel mit einem Minus von 2,8 Prozent unter den größten Verlierern. Der Supermarktkonzern berichtete in der Früh von IT-Problemen und ergriff dahingehend Sicherheitsmaßnahmen.

Dass Goldman Sachs die Aktie des Immobilienunternehmens Aroundtown auf "Sell" abgestuft hat, belastete diese Aktie mit einem Abschlag von mehr als fünf Prozent. Flatexdegiro-Aktien gaben um 1,9 Prozent nach. Hier belastete, dass die Deutsche Bank Research ihre "Buy"-Einstufung gestrichen hat.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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