Wiener Börse steigt am Nachmittag um 1,18 Prozent

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Lenzing macht am Nachmittag mehr als 5 Prozent gut
 © ALEX HALADA, Themenbild, Apa
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag im Verlauf deutlich erholt gezeigt. In der Vorwoche hatte der ATX noch rund 2,6 Prozent verloren. Zum Wochenauftakt ging es für den heimischen Leitindex aber wieder um 1,18 Prozent auf 6.620,97 Punkte nach oben. Der ATX Prime stieg um 1,12 Prozent auf 3.248,68 Zähler. Auch das europäische Umfeld zeigte sich durchwegs mit Kursgewinnen.

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Im Fokus bleibt in der neuen Handelswoche der Iran-Krieg. Im Ringen um eine Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gastransport enorm wichtigen Straße von Hormuz zeichnen sich weiterhin keine greifbaren Fortschritte ab. Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Außenministeriums ist Teheran nach wie vor dabei, die Reaktion der USA auf einen Vorschlag der Islamischen Republik zu prüfen. Erst danach werde man über Mittelsleute Washington eine Antwort zukommen lassen. Hinzu kam am Wochenende die Eskalation des Konflikt zwischen der vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte unterdessen die USA, Russland zur Einhaltung der von US-Präsident Donald Trump verkündeten begrenzten Energie-Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagte Selenskyj in einer per Video auf dem Warschauer Sicherheitsforum übertragenen Rede. Der Kreml wollte sich zunächst nicht zur von Trump verkündeten Energie-Waffenruhe äußern.

Keine Impulse für den Aktienmarkt kommen aktuell durch Unternehmensergebnisse. Die Berichtssaison in Europa und in den USA läuft diese Woche langsam an.

Den ATX stützten die Papiere von Lenzing. Nach deutlichen Kursverlusten in der Vorwoche ging es zum Wochenstart um 5,52 Prozent nach oben, wobei es im Tagesverlauf ein sattes Plus von bis zu 13,71 Prozent gegeben hat.

Gesucht waren auch Banken- und Versicherungswerte. RBI stiegen um 2,60 Prozent. Die Erste Group legte um 1,93 Prozent zu. Die Uniqa gewann 2,52 Prozent. Zudem kletterten AT&S um 2,56 Prozent nach oben.

Im prime market gab es für Semperit ein Plus von 4,57 Prozent. Der in Wien ansässige, Gummi- und Kautschukkonzern hat seine Prognose für das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2026 erhöht. Nunmehr rechnet das Unternehmen mit einem operativen EBITDA von rund 115 Mio. Euro, nachdem die Erwartungen bisher bei rund 100 Mio. Euro gelegen waren. Hintergrund ist ein besserer Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2026, geht aus einer Aussendung vom Montag hervor.

Die Analysten der Wiener Privatbank beließen ihre Empfehlung für die Aktien der Wienerberger bei "Halten", kürzten aber das Kursziel ("fairer Wert") von 23,10 auf 16.40 Euro. "Das Marktumfeld dürfte kurz- bis mittelfristig herausfordernd bleiben, weshalb wir Kapazitätsanpassungen und temporäre Produktionsstilllegungen erwarten. Angesichts des erhöhten Zinsniveaus sehen wir keine kurzfristige Erholung im Wohnungsneubau, während auch Renovierung und Infrastruktur unter dem Inflationsumfeld leiden dürften", schrieb der zuständige Experte Nicolas Kneip. Die Wienerberger-Aktien fielen um 0,19 Prozent auf 15,37 Euro.

Zudem gehörten voestalpine (-0,40 Prozent) und Do&Co (-0,21 Prozent) zu den wenigen Verlierern im ATX. Im prime market waren dies etwa Agrana (-2,16 Prozent) sowie Kapsch TrafficCom (-2,15 Prozent).

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