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In Frankfurt kletterte der DAX um 0,71 Prozent auf 25.266,29 Zähler. Außerhalb der Euroregion gewann der Schweizer Leitindex SMI um 0,39 Prozent auf 13.840,87 Punkte. Der britische FTSE-100 notierte mit 10.624,17 Einheiten mit 0,68 Prozent im Plus.
Bei den Renditen für französische Staatsanleihen gab es vergleichsweise wenig Bewegung. Am Freitag hatten sich französische Staatsanleihen besser als Bundesanleihen entwickelt, schreiben die Experten der Dekabank. Der Renditeabstand habe sich in der zehnjährigen Laufzeit wieder eingeengt. Der sogenannte Spread war zuletzt gestiegen, weil sich zunehmend Sorgen über die Staatsfinanzen Frankreichs breitgemacht hatten.
Anleger blicken auch auf die deutsche Politik, nachdem Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten ist. Sie begründete den Schritt einerseits mit dem Tod ihrer Stieftochter. Sie brauche nun Zeit, die Trauer zu verarbeiten. "Diese möchte ich mir ausreichend nehmen", schrieb sie. Gleichzeitig seien aber auch öffentliche Angriffe auf sie, "leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners", in der persönlich schwierigen Zeit weiter forciert worden. Die Sozialdemokraten wollen laut Parteichef Lars Klingbeil auf einem Bundesparteitag zum Jahreswechsel ihre gesamte Führung neu zur Wahl stellen.
Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets blickt zudem auf die Ölpreise. "Die Entlastung bei den Energiepreisen ist für die Aktienmärkte derzeit mehr wert als manche gute Konjunkturzahl." Die Ölpreise hatten zuletzt die Inflation wieder nach oben getrieben. Entsprechend richten sich die Blicke auf US-Inflationszahlen zur Wochenmitte.
Für zusätzliche Marktunterstützung sorge weiterhin die Einigung zwischen Europa und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos, die bereits am Freitag während der Handelszeit bekannt gegeben worden war. Damit scheint eine weitere Eskalation des Handelskonflikts vorerst abgewendet. "Besonders die europäischen Automobilwerte könnten davon profitieren", schrieb Lipkow. Der zuletzt stark gefallene Stoxx-Europe-600 Automobiles & Parts war mit einem Plus von 0,51 Prozent denn auch unter den Gewinnern im Branchentableau.
Unter den Einzelwerten erholten sich die Aktien des Pharmakonzerns Argenx um weitere 2,09 Prozent auf 743,60 Euro. Die Papiere waren am Donnerstag nach dem Flop einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie eingebrochen, waren am Freitag aber schon auf Erholungskurs gegangen. Vor dem Studienende hatten die Aktien fast 839 Euro gekostet.
Die Aktien von Nordex gewannen 2,2 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer erhielt im dritten Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Jahr zuvor. "Es lagen zwar keine Konsensschätzungen vor, doch der Anstieg erscheint massiv, auch wenn entsprechende Hinweise bereits in den Meldungen zum Auftragseingang der vergangenen Monate enthalten waren", sagte ein Händler.
Auf der anderen Seite waren die Ahold-Delhaize-Titel mit einem Minus von 1,89 Prozent unter den größten Verlierern. Der Supermarktkonzern berichtete in der Früh von IT-Problemen und ergriff dahingehend Sicherheitsmaßnahmen.
Dass Goldman Sachs die Aktie des Immobilienunternehmens Aroundtown auf "Sell" abgestuft hat, belastete diese Aktie mit 2,51 Prozent. Flatexdegiro-Aktien gaben um 0,6 Prozent nach. Hier belastete, dass die Deutsche Bank Research ihre "Buy"-Einstufung gestrichen hat.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/Ludovic MARIN/LUDOVIC MARIN