Europas Leitbörsen notieren zu Mittag klar mit Gewinnen

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Sinkender Ölpreis beruhigt die Märkte
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Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in Nahost beflügelt am Dienstag die wichtigsten Börsen Europas. US-Präsident Donald Trump hatte das in einem Fernsehinterview angekündigt. Es werden aber auch erste skeptische Stimmen laut.

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Angesichts eines deutlichen Rückgangs beim Ölpreis ist der deutsche Leitindex DAX am Dienstag um 2,8 Prozent auf 24.045 Punkte gestiegen, der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 legte 2,9 Prozent auf 5.851 Zähler zu. "Auch dass der Ölpreis nachgibt, nimmt Druck vom Kessel", sagt Timo Emden von Emden Research. "Für die Börsen ist das ein klares Signal zum Durchatmen - der Startschuss für eine Erleichterungsrallye könnte nun gefallen sein." Außerhalb der Eurozone gewann der Londoner FTSE-100 1,7 Prozent auf 10.428 Zähler.

Trump hatte am Montag in einem Interview mit CBS News, dass er den Krieg gegen den Iran "für so gut wie beendet" halte und dass Washington seinem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen "sehr weit voraus" sei. Insidern zufolge erwägt der US-Präsident zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören.

Marktteilnehmer warnten aber bereits vor zu viel Optimismus. "Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird", so Analystin Christina Henke vom Broker IG Markets.

Deutlich war das Plus auch bei vielen Autowerten, wozu nach den vorgelegten Jahreszahlen auch Volkswagen mit einem dreiprozentigen Anstieg gehörte. JPMorgan-Experte Jose Asumendi lobte ein starkes Schlussquartal des Autobauers, das einhergehe mit einem hohen Free Cashflow und einem über den Erwartungen liegenden Dividendenvorschlag.

Renault hat heute bekanntgegeben, den Absatz bis 2030 um 23 Prozent steigern und die Hälfte seiner Fahrzeuge außerhalb Europas verkaufen zu wollen. Damit will man im verschärften globalen Wettbewerb bestehen, wurde am Dienstag mitgeteilt. Die Anleger belohnten das., Renault gewannen in Paris 2,0 Prozent.

Bei Hugo Boss ließ die Kursreaktion etwas nach, indem die Aktien zuletzt mit drei Prozent im Plus lagen. Am Vortag hatten sich die Anleger schon schwer damit getan, Aussagen zur Ausschüttungspolitik des Modekonzerns einzuordnen. Mit Rückenwind von den Jahreszahlen, die über den Analystenprognosen lagen, hatten die Aktien am Dienstag schon bis zu 7,6 Prozent gewonnen.

Die auffälligste negative Erscheinung waren am deutschen Aktienmarkt die Evotec -Aktien, die um 14 Prozent absackten. Der Wirkstoffforscher stellte einen Umbauprozess unter dem Decknamen "Horizon" vor mit dem Ziel der Kostensenkung. Negativ an kam aber vor allem der Ausblick auf das laufende Jahr, den Analyst Charles Weston von RBC als Enttäuschung wertete.

Der schweizerische Schokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr dank saftigen Preisaufschlägen mehr Gewinn gemacht. Mit seinen Geschäftszahlen hat das Schweizer Unternehmen die Erwartungen der Analysten teilweise übertroffen. Die "Schokoladen"-Papiere gaben jedoch 7,0 Prozent ab.

LONDON - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN

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