Europas Leitbörsen notieren zu Mittag in der Verlustzone

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Alles wartet auf die Fed-Sitzung
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, ANDREW HARNIK, Apa
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Die europäischen Börsen haben am Dienstag weiter zur Schwäche geneigt. Sie litten damit unter Zurückhaltung vor der US-Zinsentscheidung am Mittwoch. "In Amerika haben die jüngsten Inflationsdaten dazu geführt, dass die Märkte eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed am Mittwoch als wahrscheinlicher erachten", stellte Ann-Katrin Petersen, Kapitalmarktstrategin bei BlackRock, fest.

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Der Euro-Stoxx-50 sank um 0,52 Prozent auf 6.227,79 Punkte. Der deutsche DAX fiel um 0,34 Prozent auf 25.354,80 Einheiten. Außerhalb der Eurozone ging es ebenfalls nach unten. Der britische FTSE 100 verlor 0,73 Prozent auf 10.619,10 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI gab um 0,94 Prozent auf 13.748,19 Punkte nach.

Weiterhin gab es Druck von der Anleiheseite und dem Ölpreis. "Der Ölpreis bleibt hartnäckig hoch", so Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Gleichzeitig hat die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die Marke von fünf Prozent erreicht - das ist Gift für Aktien."

Schwächster Sektor waren die Finanzwerte, die unter den Verlusten der UBS litten. Marktbeobachter verwiesen auf Regulierungssorgen im Vorfeld anstehender politischer Diskussionen sowie auf eine allgemeine Schwäche des Finanzsektors. Das Sektor-Schwergewicht verlor vier Prozent. Bankaktien litten zusätzlich unter ungünstigen Vorgaben aus den USA, wo die großen Namen der Branche Verluste verzeichnet hatten.

Zu den Verlierern gehörten zudem die Luxuswerte. Konjunkturdaten zum wichtigen chinesischen Markt waren enttäuschend ausgefallen: Die Einzelhandelsumsätze waren im August unter den Erwartungen geblieben und zeugten damit von dem schleppenden Konsum in China. Aktien von LVMH gaben mit zwei Prozent etwas stärker nach. Das US-Analysehaus Bernstein hatte das Kursziel von 570 auf 520 Euro gesenkt, was aber immer noch deutlich über dem aktuellen Niveau liegt.

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