
von
Nachdem zuletzt die Sorgen wieder größer wurden, dass es auf der UN-Generalversammlung in New York vielleicht doch keine diplomatischen Fortschritte bei der Bewältigung der Nahost-Konflikte gemacht werden, herrscht nun doch wieder etwas Hoffnung. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt.
Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Straße von Hormuz nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Außenminister Abbas Araqchi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Auf Nachfrage hieß es aus dem Weißen Haus, dass über Vermittler positive und konstruktive Gespräche geführt würden.
Vor diesem Hintergrund fielen die Ölpreise ein wenig, was wieder etwas Inflationsangst von den Märkten nimmt. Staatsanleihen stabilisierten sich von ihrem erneuten Kursrutsch der vergangenen Tage. "Der nicht enden wollende Konflikt um die Straße von Hormuz zerrt an den Nerven der Anleger", kommentierte am Freitag die Helaba-Expertin Claudia Windt in ihrem Wochenausblick.
Frischen Wind in die KI-Branche bringt eine vermeldete Kooperation zwischen der KI-Plattform Anthropic und dem Cloud-Dienstleister Akamai, dessen Kurs um fast acht Prozent in die Höhe schnellte. RBC spricht von einem "wegweisenden Deal" über die Bereitstellung von Rechenleistung, der sich mit einem Gesamtwert von 11,6 Milliarden US-Dollar über sieben Jahre erstrecken soll.
Die Aktien des IT-Sicherheitsunternehmens Zscaler dagegen gaben sieben Prozent nach. Nach dem Rücktritt von Mike Rich soll ab 1. Oktober mit Ross Tackett ein neuer Manager die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verantworten. Unter Anlegern sorgte dies für etwas Verunsicherung, wenngleich Matthew Hedberg von RBC seine Erwartung äußerte, dass der Übergang reibungslos verlaufen wird.
Weiter ein Thema bleibt die Zukunft der Casinokette MGM Resorts und des Medienkonzerns People Inc, der am Vortag eine Offerte zurückgezogen hatte. Nun berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Kreise, dass MGM erwäge, umgekehrt eine Offerte für den eigenen Großaktionär abzugeben. Davon getrieben zogen die Aktien von People Inc um mehr als neun Prozent an. Bei MGM gab es ein leichtes Minus von 0,4 Prozent zu sehen.
Nike-Aktien verbilligen sich nach einer negativeren Analystenmeinung um 1,2 Prozent. Analystin Lorraine Hutchinson von der Bank of America hat ihr Votum für den Sportartikelriesen auf "Underperform" gesenkt. Als Begründung hieß es, bei Nike dauere es wohl noch bis 2028, um eine Wende bei der Umsatzentwicklung herbeizuführen.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT