Europas Leitbörsen - Euro-Stoxx-50 legt 0,7 Prozent zu

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DAX weiter in Rekordstimmung
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Die europäischen Aktienmärkte haben sich Dienstagvormittag gefestigt gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 notierte um 0,65 Prozent höher bei 6.468,52 Punkten. Der deutsche DAX konnte weiter zulegen und hat eine weitere Bestmarke aufgestellt. In der Früh notierte der deutsche Leitindex 0,9 Prozent im Plus bei 26.228 Punkten, kam dann wieder auf 26.188,65 Einheiten zurück. Außerhalb der Eurozone gewann der Londoner FTSE-100 0,37 Prozent auf 10.898,13 Punkte.

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Die Berichtssaison geht weiter, "sodass es von dieser Seite immer wieder Einflüsse und womöglich auch mal Störfeuer geben kann", schreiben die Analysten der Helaba. Die Marktstimmung bleibe vorerst positiv, wobei sich die Anleger weiter nur in ausgesuchten Branchen positionieren dürften, konstatierte wiederum Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. "Allerdings setzt sich das sehr vorsichtige Vorgehen unter geringen Handelsvolumen der vergangenen Wochen fort. Große Euphorie ist trotz der neuen Rekorde im DAX nicht zu erkennen, was zumindest kurzfristig der Nährboden für weiter steigende Kurse sein könnte", ergänzte der Experte.

Die Aktien von Zalando brachen um knapp 15 Prozent ein. Der Online-Modehändler enttäuschte mit seinen Umsatz- und Ergebniszahlen für das zweite Quartal. Den Jahresausblick konkretisierte das Management. Die Analysten des Investmenthauses Jefferies sprachen von einem durchwachsenen Quartal. Das Zahlenwerk sei schwächer als erwartet gewesen, schrieb JPMorgan-Expertin Georgina Johanan und wies insbesondere auf das geringere Wachstum des Bruttowarenvolumens hin.

Für die Papiere von Bayer ging es an der DAX-Spitze um 4,4 Prozent nach oben. Die Leverkusener übertrafen dank guter Agrargeschäfte und Kostensenkungen die Erwartungen für das zweite Quartal. Zudem legten in der Pharmasparte die Verkaufszahlen noch recht neuer Medikamente weiter deutlich zu. Den währungsbereinigten Umsatzausblick für 2026 bestätigte der Pharma- und Agrarchemiekonzern. JPMorgan-Analyst Richard Vosser sprach in einer ersten Reaktion von starken Resultaten. Zusammen mit der bestätigten Prognose dürften die Konsensschätzungen für den Kerngewinn je Aktie in diesem Jahr zulegen.

Die hohen Ölpreise haben BP im zweiten Quartal infolge des Iran-Kriegs einen Gewinnsprung beschert. In den drei Monaten bis Ende Juni betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 5,7 Milliarden US-Dollar (knapp 5 Mrd Euro), wie der britische Ölkonzern in London mitteilte. Das war doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf gut fünf Milliarden Dollar erwartet. Die Aktie legte im Londoner Handel rund eineinhalb Prozent zu und baute damit ihr Jahresplus auf 30 Prozent aus.

Der österreichisch-deutsche Chip- und Sensorenhersteller ams-Osram hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,601 Mrd. Euro und damit um 6 Mio. Euro mehr als im Vorjahreszeitraum erzielt. Mit 276 Mio. Euro lag der Verlust deutlich über dem Fehlbetrag des ersten Halbjahres 2025 mit minus 81 Millionen, teilte der in Zürich börsennotierte Konzern mit. Die Aktie legte dennoch um 6,7 Prozent zu.

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