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Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit dem Iran angekündigt und gleichzeitig einen Großangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Wochenauftakt kräftig nach. Dadurch schwinden Inflationsängste und auch Sorgen vor steigenden Leitzinsen.
Mehrheitlich positiv aufgenommene Unternehmenszahlen in der Berichtssaison sowie eine weltweite Erholung von KI-Aktien hatten bereits Ende der vergangenen Woche die Kurse angetrieben, bis zum Rekordhoch hatten dem DAX weniger als zehn Punkte gefehlt, ehe ihm die Luft ausging. In Asien legten zum Wochenstart die Indizes nach der Rally am Freitag allerdings wieder den Rückwärtsgang ein.
Energie-Titel gaben im Frühhandel nach, was wohl auf die deutlich fallenden Öl- und Gaspreise im Zuge der Entspannung der Lage im Iran zurückzuführen ist. Der französische Ölkonzern Totalenergies baut sein Portfolio mit erneuerbaren Energieträgern um. Dabei treten die Franzosen unter anderem 50 Prozent an 1,2 Gigawatt großen Solar- und Windanlagen an Land in Europa ab. Diese hätten einen Wert von 1,8 Milliarden Euro, teilte Total in Paris mit. Käufer ist die Beteiligungsgesellschaft KKR. Die Total-Aktie gab um gut zwei Prozent nach.
Die Aktien der Deutschen Telekom präsentieren sich mit einem Kursgewinn von 2,5 Prozent im frühen Handel sehr fest. Händler verwiesen auf einen Bericht des US-Nachrichtenportals Semafor, wonach die US-Tochter T-Mobile US die Pläne für eine mögliche Fusion mit der Telekom nicht länger unterstützen will. Ein solcher Deal sei am Markt wiederholt auf Ablehnung gestoßen, sagte ein Börsianer. Insofern sei die Nachricht positiv für die Deutsche-Telekom-Aktien zu werten.
Die AstraZeneca-Anteile fielen wegen eines Berichts über ein Interesse am US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober vergangenen Jahres. An der Londoner Börse büßten die Papiere im frühen Handel bis zu acht Prozent auf 11.646 Pence ein. Die Unternehmen hätten Gespräche in einem frühen Stadium über einen Zusammenschluss geführt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Mit einer solchen Übernahme würde Astrazeneca zu einem der weltgrößten Arzneimittelhersteller werden. Zuvor hatte die "Financial Times" (FT) über die Gespräche berichtet.