Europas Leitbörsen notieren zu Mittag mehrheitlich höher

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++ ARCHIVBILD ++ DAX steigt über 26.000 Punkte
 © APA/APA/DPA/BORIS ROESSLER
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Die Absage neuer Angriffe gegen den Iran durch die Vereinigten Staaten hat die europäischen Börsen zum Wochenbeginn angetrieben. Der Euro-Stoxx-50 als Leitindex für die Eurozone verpasste ein weiteres Rekordhoch nur knapp. Gegen Mittag legte das 50 Schwergewichte umfassende Börsenbarometer um ein Prozent auf 6.423 Punkte zu. Dem Index fehlten nur wenige Punkte für eine weitere Höchstmarke. Einen Rekord gab es aber in Frankfurt. Der DAX stieg erstmals über 26.000 Zähler.

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Der DAX legte mit 26.027,58 Punkten einen neuen Rekord auf, gab aber dann wieder Teile der Gewinne ab und notierte zuletzt mit einem Plus von 1,41 Prozent bei 25.991,52 Zählern. Außerhalb der Eurozone gewann der schweizerische Leitindex SMI 0,3 Prozent auf 14.383 Punkte. Der britische FTSE-100 lag moderat im Minus bei 10.856 Punkten.

US-Präsident Donald Trump kündigte nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf den Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik an. Die Verhandlungen sollten am Montag stattfinden. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, ließ er offen.

Die Absage an weitere Angriffe ließ die Öl- und Gaspreise an den Rohstoffmärkten deutlich fallen. Dies lastete auch auf den Kursen der Öl- und Gasproduzenten. Eni verloren zwei Prozent und Totalenergies ein Prozent. In London fielen BP um 1,7 Prozent und Shell um 1,3 Prozent.

Am gefragtesten waren die Aktien der Automobilbranche, der Sektorindex legte um 2,4 Prozent zu und setzte die jüngste Erholung fort. Ende Juni war der europäische Autosektor auf den tiefsten Stand seit 2020 gefallen. Trotz einer gestrichenen Kaufempfehlung der Bank UBS legten Aktien von Stellantis in Mailand um 2,2 Prozent zu. Renault gewannen 4,4 Prozent.

Die Aktien der Deutschen Telekom präsentierten sich mit einem Kursgewinn von 3,7 Prozent sehr fest. Händler verwiesen auf einen Bericht des US-Nachrichtenportals Semafor, wonach die US-Telekom-Tochter T-Mobile US die Pläne für eine mögliche Fusion mit der Telekom nicht länger unterstützen will. Ein solcher Deal sei am Markt wiederholt auf Ablehnung gestoßen, insofern sei die Nachricht positiv zu werten, sagte ein Börsianer. Die Deutsche Telekom hält aktuell etwas mehr als die Hälfte der T-Mobile-US-Anteile.

In London belastete der sechsprozentige Kursrutsch von AstraZeneca. Der Pharmariese erwägt eine Übernahme seines US-Wettbewerbers Bristol Myers Squibb, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen berichtete.

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