Europas Leitbörsen am Vormittag kaum verändert

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
DAX bleibt in der Nähe seiner Bestmarke
 © APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND
©APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die europäischen Börsen haben sich zum Start in die neue Handelswoche nur wenig bewegt gezeigt. Am Montagvormittag stieg der europäische Leitindex Euro-Stoxx-50 um 0,11 Prozent auf 6.530.74 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX legte um 0,14 Prozent auf 26.357,18 Zähler zu. Außerhalb der Eurozone fiel hingegen der FTSE-100 um 0,17 Prozent auf 10.882,44 Einheiten.

von

Damit bleibt der DAX in Sichtweite zur Bestmarke von 26.445 Punkten vom Freitagnachmittag, als die US-Jobdaten dem Leitindex frischen Schub gegeben hatten. Sorgen vor einer notwendigen Zinserhöhung wurden davon gemildert.

Ein zentrales Thema bleibt auch am Montag wieder der Iran-Krieg mit seinen Auswirkungen auf die Ölmärkte. Einen diplomatischen Durchbruch zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz gibt es weiterhin nicht, doch US-Präsident Donald Trump gibt sich gelassen. "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie", sagte der US-Präsident laut dem Nachrichtenportal "Axios".

JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka bleibt indes optimistisch für Aktien und rechnet mit weiteren Höchstständen - trotz zahlreicher Bedenken der Anleger, die von der Geopolitik über Inflationsangst bis hin zu Konjunktursorgen reichten. Das solide Fundament der Ergebnisentwicklung sowie die alles andere als übertriebene Positionierung der Anleger federten den Markt immer wieder gegen Schocks von der Geopolitik oder Inflationssorgen ab, so Matejka.

Weiterhin dürfte die Kursentwicklung im KI-Technologiesektor kritisch beäugt werden. Hier glaubt Matejka, dass die Ergebnisdynamik der Unternehmen weiterhin stark bleibt und der zuletzt absolvierte Risikoabbau der Anleger etwas übertrieben wurde. Er sieht in dem Sektor für die zweite Jahreshälfte aber auch "keinen eindeutigen Gewinner". Mit Infineon und Siemens Energy legten zwei DAX-Werte mit KI-Fantasie um bis zu 3,16 Prozent zu.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus muss sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase erneut einen neuen Finanzvorstand suchen. Andreas Jaeger habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen, teilte das Unternehmen mit. Das Gremium sei dieser Bitte "mit Bedauern und im gegenseitigen Einvernehmen" nachgekommen. Jaeger habe sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Aktie ging im Frühhandel auf Talfahrt und verlor 6,17 Prozent.

Der Finanzdienstleister Hypoport sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. "Die geopolitischen Spannungen des ersten Halbjahres könnten bei einer Fortsetzung das Marktumfeld im zweiten Halbjahr noch negativ beeinflussen", sagte Unternehmenschef Ronald Slabke bei Vorlage von endgültigen Zahlen zum zweiten Quartal. Das Unternehmen dürfte jedoch erneut Marktanteile gewinnen und in den letzten noch verlustreichen Gesellschaften Wachstum erzielen. Dies werde sich positiv auf den operativen Gewinn (Ebit) auswirken. Zudem dürfte das Schlussquartal wieder einen hohen Ergebnisbeitrag beisteuern. Die Aktie stieg um 1,08 Prozent.

Die DZ Bank beließ ihre Einstufung für Munich Re nach Halbjahreszahlen beim fairen Aktienwert von 625 Euro auf "Kaufen". Der Rückversicherer habe exzellent abgeschnitten, aber der Preistrend zeige nach unten, schrieb Thorsten Wenzel am Montag in seiner Nachbetrachtung. Die Preiserosion in der Schaden-Rückversicherung beschleunigte sich. Zudem lege die Solvabilitätsquote weit über der Zielgröße noch höhere Aktienrückkäufe nahe, um das Wachstumsziel beim Gewinn je Aktie zu erreichen. Derweil seien die Papiere attraktiv bewertet, und der Experte hob die hohe Ausschüttungsrendite hervor. Munich Re fielen um 0,89 Prozent.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages