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Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,33 Prozent und 6.523,86 Punkten. Der deutsche DAX gewann 0,69 Prozent auf 26.319,45 Zähler. Beide Indizes stiegen nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten zeitweise auf neue Allzeithochs. Der britische FTSE legte am Freitag 0,38 Prozent auf 10.909,39 Punkte zu.
Der vorgelegte US-Arbeitsmarktbericht für Juni wurde von Analysten einstimmig als große Enttäuschung gewertet. Unterm Strich fielen 23.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weg, Ökonomen hatten mit einem Aufbau von 80.000 Jobs gerechnet. Auch die Löhne wuchsen nur überraschend schwach. Die US-Notenbank Fed muss bei ihren Entscheidungen auch die Lage am Arbeitsmarkt berücksichtigen. Mit den schwachen Daten erscheint es jetzt unwahrscheinlicher, dass die Fed demnächst die Zinsen im Kampf gegen die Inflation erhöht.
Aufmerksam verfolgt wird an den Börsen weiter die Entwicklung des Nahost-Konflikts. Die Aussichten für eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der für die globale Lieferketten bedeutenden Straße von Hormuz sind zwar weiterhin ungewiss. Doch US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen könnte.
Gut gesucht waren zum Wochenschluss Technologiewerte und konnten sich damit etwas von ihren jüngsten Korrekturen erholen. Die Aktien des Softwarekonzerns SAP lagen etwa mit einem Plus von 4,4 Prozent ganz oben im Euro-Stoxx-50. Im Chipsektor profitierten die Infineon-Titel mit fast drei Prozent Plus von einer wieder verbesserten Branchenstimmung in New York, was vor allem mit guten Geschäftszahlen von Microchip Technology begründet wurde. Das US-Halbleiterunternehmen trieb seine Aktien auch mit einem Ausblick an, der über den Erwartungen lag.
Stark zeigten sich am Freitag auch Pharmawerte. Hier ragten Aktien von Novo Nordisk mit einem Plus von 3,9 Prozent hervor. Der Wert erholte sich damit von den jüngsten Abgaben, bleibt aber auf gedrücktem Niveau. Roche reagierten mit knapp 2 Prozent Gewinn auf eine Hochstufung auf "Overweight" durch Morgan Stanley.
Unter Druck kamen die Aktien von Daimler Truck und büßten 2,8 Prozent ein. Der Nutzfahrzeughersteller machte beim Nettogewinn im zweiten Quartal deutliche Abstriche, unter anderem weil Zölle in Nordamerika am Gewinn zehrten. Analysten bemängelten maue Auftragseingänge.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND