Europas Börsen überwiegend höher, Euro-Stoxx-50 plus 0,5 %

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Quartalszahlen im Fokus, DAX von Adidas-Kurseinbruch belastet
 © APA/APA (AFP)/JOHN THYS
©APA/APA (AFP)/JOHN THYS
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend etwas zugelegt. Leicht gesunkene Ölpreise und überwiegend solide Quartalszahlen zahlreicher Standardwerte stützten. Gleichzeitig bleibt der Iran-Krieg im Blick und die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins am Vorabend wie erwartet ein weiteres Mal unverändert gelassen.

von

Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 stieg zu Mittag um 0,47 Prozent auf 6.278,36 Punkte. In Frankfurt gab der DAX hingegen belastet von der Kursschwäche bei der Adidas-Aktie 0,06 Prozent auf 25.446 Einheiten nach. Der britische FTSE 100 gewann 0,47 Prozent auf 10.959,56 Punkte.

Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Wirtschaft der Eurozone war im Frühjahr stärker gewachsen als erwartet. Zudem verbesserte sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Juli weiter. Die Stärke des Euroraums könnte unterschätzt werden, merkten die Volkswirte der ING dazu an.

Stärkster Sektor waren die Bauwerte. Sie profitierten von den Gewinnen des Schwergewichts Vinci, dessen Aktienkurs um fünf Prozent anzog. Das französische Infrastruktur-Unternehmen habe auf ganzer Linie die Erwartungen übertroffen, hieß es von der kanadischen RBC.

Auch andere französischen Werte zogen deutlich an. So kletterten Aktien von L'Oreal um 3,5 Prozent. Der französische Kosmetikkonzern war dank einer starken Nachfrage nach Haarpflegeprodukten im zweiten Quartal kräftig gewachsen.

Im Fokus stehen zudem die Aktien von Adidas mit einem Kurseinbruch von mehr als 17 Prozent angesichts einer enttäuschenden Ergebnisentwicklung des Sportartikelherstellers im zweiten Quartal. Analyst James Grzinic von Jefferies sprach von einer unerwartet deutlichen Steigerung der operativen Kosten. Die starke Wachstumsdynamik im zweiten Quartal rücke daher in den Hintergrund.

Unter den Industriewerten setzten Schneider Electric Akzente. Die Franzosen erhöhten ihre Ziele. Die Aktie kletterte um 6,8 Prozent.

Im Bankensektor überzeugten Societe Generale. Die französische Bank schraubte nach einem Rekordgewinn im zweiten Quartal ihre Spar- und Renditeziele nach oben. Der Kurs erhöhte sich um 3,5 Prozent.

Aber auch die Banken anderer Länder glänzten mit ihren Zahlen. Höhere Zinseinnahmen verhalfen der spanischen BBVA im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung. Der Kurs kletterte um drei Prozent. Die niederländische Großbank ING hatte unterdessen im zweiten Quartal dank zweistellig steigender Zins- und Provisionseinnahmen deutlich mehr verdient. Der Markt honorierte dies mit drei Prozent Kursgewinn.

Es gab aber auch Enttäuschungen. Aktien von Sanofi fielen trotz überraschend starker Quartalszahlen und erhöhter Ziele um 4,7 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von leicht unter den Erwartungen liegenden Umsätzen im Bereich der Impfstoffe.

Ölwerte traten angesichts der leicht gesunkenen Ölpreise auf der Stelle. Gestützt wurde der Sektor aber durch leichte Gewinne des Schwergewichts Shell. Im zweiten Quartal hatte der britische Energiekonzern trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,6 Mrd Euro) erzielt. Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal und zugleich mehr als von Analysten erwartet worden war.

AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages