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Europas Börsen schließen uneinheitlich, aber Wochenplus

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Ruhiges Geschäft vor dem Wochenende
 © APA/APA/AFP/TOLGA AKMEN
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Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag ohne klare Richtung geschlossen. Mangels wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen aus der ersten Reihe verlief das Geschäft in ruhigen Bahnen.

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Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,29 Prozent auf 5.347,74 Punkte. Auch der Pariser CAC-40 stieg um 0,44 Prozent auf 7.743,00 Punkte, während der Frankfurter DAX 0,12 Prozent auf 24.162,86 Zähler verlor. In London fiel der FTSE-100 um geringfügige 0,06 Prozent auf 9.095,73 Einheiten.

Auf Wochensicht verbuchten alle Indizes Zugewinne. Beim Euro-Stoxx-50 und beim DAX gab es ein Plus von 3,5 bzw. 3,2 Prozent zu sehen, auch der CAC-40 stieg um starke 2,6 Prozent, während der "Footsie" im Wochenvergleich nur um moderate 0,3 Prozent zulegen konnte.

"Während die Börsianer gegenüber negativen Zoll-Nachrichten mehr und mehr abstumpfen, sind sie für positive Nachrichten äußerst empfänglich", stellte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners fest. "Die Aussicht auf ein direktes Gespräch zwischen Wladimir Putin und Donald Trump spielt an den Börsen aktuell eine wichtigere Rolle als die höheren Zölle gegen die Schweiz und Indien."

Bei den Einzelsektoren war in Europa insgesamt eine Rotation zu beobachten. Gesucht seien die Aktien, die in den letzten Handelstagen stärker unter Druck gestanden hätten, erklärt Marktexperte Andreas Lipkow. "Das könnte auch auf Leerverkaufseindeckungen hindeuten."

Schwächster Sektor waren vor dem Wochenende die Versicherer. Angesichts eines Preisrückgangs bei erneuerten Verträgen der Munich Re nahmen die Anleger erheblich Kursgewinne mit. So sackten die Papiere des weltweit größten Rückversicherers als klares Euro-Stoxx-Schlusslicht um 7,2 Prozent ab. Auch andere Werte aus der Branche kamen in Folge unter Druck.

Im Pharmasektor rutschten Sandoz nach den Vortagesgewinnen um 6,4 Prozent nach unten. Eine Abstufung von Jefferies auf "Hold" zog Gewinnmitnahmen nach sich. Besser sah es bei einem anderen Schweizer Wert aus. Novartis stiegen 1,1 Prozent auf 94,06 Schweizer Franken, nachdem Morgan Stanley den Wert von "Underweight" auf "Equalweight" hochgestuft und das Kursziel von 91 auf 100 Franken angehoben hatte.

Die Bewertung des Schweizer Pharmakonzerns bleibe in Anbetracht des Wachstumsprofils anspruchsvoll, aber die Wachstumsqualität sei höher als beim Konkurrenten Roche und so ergebe sich Spielraum nach oben, hieß es zur Begründung. Letztere hatte die US-Bank von "Equalweight" auf "Underweight" abgestuft. Die Aktie büßte 1,1 Prozent ein.

Novo Nordisk stiegen hingegen um weitere 4,7 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Papiere als Nutznießer von enttäuschenden Studiendaten des US-Konkurrenten Eli Lilly profitiert.

Besser sah es im Bankensektor aus, der im Branchenvergleich zu den stärksten Gewinnern gehörte. Hier kletterten BBVA um 2,9 Prozent an die Euro-Stoxx-50-Spitze. Deutsche Bank Research hatte das Kursziel von 14,10 auf 15,90 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Nach dem starken Gewinnwachstum der spanischen Banken hätten sich deren Aussichten verbessert, schrieb Analyst Alfredo Alonso.

A pedestrian walks past the logo for the London Stock Exchange Group outside the stock exchange in London on December 29, 2020. The London stock market soared on December 29 as investors gave their initial verdict on Britain's Brexit deal with the EU, while eurozone equities also rose on upbeat US stimulus news, with Frankfurt extending its record breaking run. (Photo by Tolga Akmen / AFP)

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