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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,67 Prozent auf 6.268,97 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,84 Prozent schwächer bei 25.361,15 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,57 Prozent auf 10.608,92 Einheiten.
Zur Eindämmung der hartnäckigen Inflation hob die EZB den Leitzins auf den höchsten Stand seit rund eineinhalb Jahren. Der für die Steuerung der Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz wird um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent angehoben, wie der EZB-Rat auf einer auswärtigen Sitzung in Berlin beschloss. Höher lag das Zinsniveau zuletzt im Februar 2025, damals bei 2,75 Prozent. Experten hatten fest mit der Anhebung gerechnet.
"Der heutige Beschluss unterstreicht die Entschlossenheit des EZB-Rats, seine Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert", heißt es im Begleittext zum Zinsentscheid. "Der Konflikt im Nahen Osten erzeugt weiterhin Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für einen längeren Zeitraum deutlich über unserem Zielwert bleiben." An den Terminmärkten stellt man sich darauf ein, dass eine weitere Zinserhöhung bereits im Dezember kommen wird.
Bei den europäischen Sektoren lagen die Automobilwerte mit einem Plus von 0,2 Prozent höher. Auch Telekomtitel konnten mit plus 0,3 Prozent zulegen. Schwächste Branchen waren indes der Technologiesektor mit einem Minus von 1,5 Prozent, die Baubranche mit minus 1,6 Prozent und der Rohstoffsektor mit minus 3,7 Prozent.
Mit Blick auf die Einzelwerte schloss in London AB Foods mit knapp minus acht Prozent. Der Mischkonzern schraubt seine Erwartungen an das Zucker- und Lebensmittelgeschäft nach unten. Zudem leidet die konzerneigene Billigmode-Kette Primark weiter unter der verhaltenen Konsumlaune, besonders in Europa.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND